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Digitale Vignette oder Klebevignette: Was ändert sich 2026?

Die Klebevignette verschwindet aus Europa. Sieben der neun Vignettenländer verkaufen nur noch die digitale Vignette: Ihr Kennzeichen ist der Nachweis, an die Scheibe kommt nichts. Einen Aufkleber verkaufen 2026 nur noch Österreich und die Schweiz, und Österreich hört danach auf. Wer die E-Vignette rechtzeitig vor der Abfahrt auf das richtige Kennzeichen kauft, fährt vom ersten Kilometer an korrekt.

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Viele Urlauber aus Deutschland kennen die österreichische Vignette, umgangssprachlich „Pickerl“, nur als bunten Aufkleber von der letzten Raststätte vor Kufstein. Neu ist dabei nur das Format, nicht die Pflicht. Unser Ratgeber erklärt, was eine Vignette ist und wie die E-Vignette funktioniert. Die Übersicht aller Länder mit Vignettenpflicht zeigt, wo Sie eine brauchen. Hier geht es um die Frage dahinter: Kleben oder digital, und was ändert sich für Sie, wenn der Aufkleber wegfällt?

Wichtig: 2026 ist das letzte Jahr der österreichischen Klebevignette. Das steht im Gesetz, nicht nur in einer Pressemitteilung. Nach § 11 Abs. 2 des österreichischen Bundesstraßen-Mautgesetzes (geändert durch BGBl. I Nr. 83/2025) zahlen Sie die Maut für Vignetten, die ab dem 1. Dezember 2026 gelten, „ausschließlich durch Registrierung des Kennzeichens“. Ab dem 1. Dezember 2026 ist die Schweiz das einzige Land in Europa, das noch eine Vignette zum Aufkleben verkauft. Wer die feuerrote Jahresvignette 2026 an der Scheibe hat, fährt damit bis zum 31. Januar 2027.

Welche Länder verkaufen noch eine Klebevignette?

Land
Formen 2026
Stand der Klebevignette
Österreich
digital oder Klebevignette
letzte Ausgabe 2026; ab 1. Dezember 2026 nur noch über das Kennzeichen
Schweiz
digital oder Klebevignette
beide Formen im Verkauf
Bulgarien
nur digital
abgeschafft, digital seit 2019
Tschechien
nur digital
abgeschafft 2021
Slowenien
nur digital
E-Vignette seit 1. Dezember 2021; Aufkleber ungültig seit 1. Februar 2022
Slowakei
nur digital
seit Langem abgeschafft
Rumänien
nur digital
seit Langem abgeschafft
Moldawien
nur digital
seit Langem rein elektronisch

Der Weg führt nur in eine Richtung. Kein Land dieser Liste ist zum Aufkleber zurückgekehrt, und keines hat es angekündigt. Bulgarien stellte 2019 um, Tschechien und Slowenien 2021. Die Schweiz bietet seit August 2023 die E-Vignette neben dem Aufkleber an, und Österreich beendet die Ära mit der Ausgabe 2026. In Österreich waren die Autofahrer schneller als das Gesetz: Im Januar 2026 waren bereits 78 % der verkauften Jahresvignetten digital.

An der Vignettenpflicht selbst ändert das Format nichts. Dieselben neun Länder verlangen eine Vignette, und jede gilt auf denselben Straßen wie vorher. Deutschland gehört nicht dazu: Hier gibt es für Pkw weder eine Vignette noch eine allgemeine Maut.

Vignetim registriert die E-Vignette für sieben der neun Länder in einem einzigen Kaufvorgang direkt auf Ihr Kennzeichen. Die österreichische Vignette verkaufen wir nicht, Sie bekommen sie bei der ASFINAG, dem Autobahnbetreiber des Landes.

So funktioniert die digitale Vignette

Eine E-Vignette ist kein Gegenstand, sondern ein Eintrag in einer Datenbank. Sie kaufen sie auf Ihr Kennzeichen und Ihr Zulassungsland. Der Betreiber speichert beides zusammen mit dem Gültigkeitszeitraum. Kameras an Brücken und in Kontrollfahrzeugen lesen Ihr Kennzeichen und fragen den Eintrag ab, während Sie fahren. Sie zeigen nichts vor, drucken nichts aus, und nichts löst sich von der Scheibe.

Daraus folgen drei Dinge, die fast alle Unterschiede weiter unten erklären:

  • Das Kennzeichen ist das Produkt. Ändert sich das Kennzeichen, hängt die Vignette am falschen Schild. Das ist die wichtigste Umstellung gegenüber dem Aufkleber.
  • Die Kontrolle läuft automatisch und ständig. Bulgarien arbeitet mit Hunderten fest installierter und mobiler Kameras, Rumänien mit rund 110 festen Kameras und mobilen Teams. Österreich setzt Kameras ein, die regelmäßig den Standort wechseln. Niemand winkt Sie heraus, um einen Blick auf die Scheibe zu werfen.
  • Der Nachweis liegt online, nicht im Auto. In Bulgarien müssen Sie bei einer Kontrolle nicht einmal einen Kaufbeleg vorzeigen, weil das System nur das Kennzeichen prüft. Mehrere Länder bieten eine öffentliche Abfrage an, in der jeder den Status eines Kennzeichens sehen kann.

Vignette richtig kleben: die Regeln in Österreich und der Schweiz

Wo es den Aufkleber noch gibt, gelten strenge Regeln, und an ihnen scheitern mehr Vignetten, als viele Autofahrer ahnen.

In Österreich gehört die Klebevignette auf die Innenseite der Windschutzscheibe, außerhalb des getönten Blendstreifens. Ziehen Sie vorher die Trägerfolie ab und kleben Sie die Vignette unbeschädigt auf. Spezielle Folien, Saugnäpfe und Klebestreifen sind nicht erlaubt. Sie dürfen die Vignette nur einmal aufkleben. Wer sie ablöst, um sie gerader zu setzen, hat danach keine gültige Vignette mehr. Am Motorrad gehört sie auf ein sauberes, nicht abnehmbares Teil wie den Gabelholm oder den Tank. Am Koffer oder an einer Seitentasche ist sie ungültig. Die Ausgabe 2026 ist feuerrot und seit dem 20. November 2025 erhältlich.

In der Schweiz kleben Sie die Vignette direkt auf die Innenseite der Windschutzscheibe. Auf einer Folie oder einem anderen abnehmbaren Träger ist sie ungültig. Eine Vignette mit Klebeband oder lose auf dem Armaturenbrett gilt als gar keine Vignette. Das kostet 200 Franken Buße, und die Vignette müssen Sie trotzdem kaufen.

Bei der österreichischen Klebevignette lohnt sich ein Blick auf die Sicherheitsmerkmale, wenn Sie nicht direkt bei einer Vertriebsstelle der ASFINAG kaufen. Das Kipphologramm zeigt den Bundesadler und das Autobahnsymbol, im Hologramm steht die Jahreszahl. Gegen starkes Licht gehalten bleibt die Vignette undurchsichtig, die Oberfläche reflektiert, und auf der Trägerfolie bleiben keine Kleberreste zurück. Online prüfen Sie die Echtheit zusätzlich über die Vignettennummer und die Prüfziffer.

Eine Klebevignette aus Kleinanzeigen taugt nur, wenn sie noch auf der Trägerfolie sitzt. Einmal abgelöst ist abgelöst, egal wie ordentlich sie danach wieder klebt.

Was sich ändert, wenn der Aufkleber wegfällt

Das Format klingt nach einer Nebensache, bis mit dem Auto, dem Kennzeichen oder der Reiseplanung etwas passiert. In neun Situationen macht das Format einen echten Unterschied.

1. Kauf in letzter Minute

Hier liegt die größte Überraschung: In Österreich kann ausgerechnet die digitale Vignette die langsamere sein. Eine digitale 2-Monats- oder Jahresvignette aus dem Onlineshop gilt frühestens ab dem 18. Tag nach dem Kauf. Der Grund ist das gesetzliche Rücktrittsrecht von 14 Tagen, zu dem die ASFINAG drei Tage für den Postweg hinzurechnet. Die digitale 1-Tages- und 10-Tages-Vignette sind davon ausgenommen und gelten ohne Wartezeit. Ohne Wartezeit gilt auch jede digitale Vignette, die Sie vor Ort kaufen: an einer Mautstelle der ASFINAG, an einem Vignettenautomaten, in einer Trafik, an einer Tankstelle oder bei ÖAMTC, ARBÖ und ADAC.

Wer morgen nach Österreich fährt, nimmt also die kurze Laufzeit oder kauft vor Ort. Die Klebevignette kennt zwar keine Wartezeit, doch die feuerrote Ausgabe 2026 ist die letzte. Ab dem Vignettenjahr 2027, das am 1. Dezember 2026 beginnt, gibt es nur noch die digitale Vignette, und es bleiben die ersten beiden Wege.

In den sieben rein digitalen Ländern gibt es diese Wartefrist nicht. Dort beginnt die Gültigkeit mit dem Kauf oder an dem Tag, den Sie wählen.

2. Auto verkauft oder neues Kennzeichen

Die Klebevignette gehört zur Scheibe. Verkaufen Sie das Auto, fährt die Vignette mit. Mitnehmen lässt sie sich nicht, denn abgelöst ist sie ungültig.

Die digitale Vignette gehört zum Kennzeichen. Das ist praktischer und zugleich empfindlicher. Bekommen Sie nach einem Umzug, einem Autokauf oder einem Verlust ein neues Kennzeichen, steht die Vignette weiter auf dem alten. In Österreich ändern Sie das Kennzeichen aus bestimmten Gründen kostenlos. Ohne Begründung geht es einmal pro Gültigkeitszeitraum gegen 18 Euro Kostenersatz. Die Schweiz ist strenger: Die Schweizer E-Vignette lässt sich nicht auf ein anderes Fahrzeug übertragen. In den rein digitalen Ländern gilt eine einfache Regel: Kaufen Sie auf das Kennzeichen, mit dem Sie tatsächlich fahren.

3. Steinschlag: die Windschutzscheibe wird getauscht

Hier gewinnt die digitale Vignette klar. Tauscht die Werkstatt die Scheibe, müssen Sie nichts tun. Die Datenbank kennt Ihr Kennzeichen, nicht Ihre Scheibe.

Mit Aufkleber ist die Vignette nach dem Scheibentausch erst einmal weg. Für Scheibenbruch und Totalschaden hält die ASFINAG eigene Formulare bereit. In der Schweiz bekommen Sie Ersatz über das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Bei dieser Gelegenheit dürfen Sie dort auch vom Aufkleber zur E-Vignette wechseln.

4. Zweitwagen und Wechselkennzeichen

Für einen Zweitwagen mit eigenem Kennzeichen brauchen Sie in jedem Format eine eigene Vignette. Digital kaufen Sie sie aber erst, wenn der Zweitwagen tatsächlich auf Reisen geht, und das von zu Hause aus.

Wie weit das Prinzip reicht, zeigt das österreichische Wechselkennzeichen. Damit teilen sich bis zu drei Fahrzeuge ein Kennzeichen, und eine einzige digitale Vignette deckt laut ASFINAG alle ab. Ein Aufkleber klebt dagegen auf genau einer Scheibe. Wer in Österreich einen Oldtimer und ein Alltagsauto mit demselben Kennzeichen fährt, kommt um die digitale Vignette kaum herum.

5. Mietwagen

Beim Aufkleber konnten Sie wenigstens auf die Scheibe schauen. Bei der digitalen Vignette verraten Ihnen weder die Scheibe noch die Unterlagen im Handschuhfach, welche Länder abgedeckt sind. Die Mietbedingungen bleiben dabei oft vage.

Für Urlauber aus Deutschland kommt ein Punkt dazu: Ein in Deutschland gemietetes Auto hat in aller Regel keine einzige Vignette, denn Deutschland verkauft keine. Ein Mietwagen aus einem Vignettenland hat meist nur die Vignette dieses Landes. Wer etwa in Österreich mietet und nach Slowenien weiterfährt, braucht dort in der Regel eine eigene. Prüfen Sie das Kennzeichen deshalb vor der Grenze in der Abfrage des Landes. Die Strafe landet am Ende beim Fahrer, nicht beim Vermieter.

6. Wohnmobil, Wohnwagen, Anhänger und Motorrad

In der Schweiz braucht jeder Anhänger und jeder Wohnwagen eine eigene Vignette, egal in welchem Format. Gespann bedeutet also zwei Käufe. Österreich verlangt für den Anhänger dagegen keine eigene Vignette.

Beim Wohnmobil kommt es auf die Klasse an, und die steht bei der digitalen Vignette fest im Eintrag. In Slowenien landen die meisten Wohnmobile in der Klasse 2B, weil sie über der Vorderachse höher als 1,30 Meter sind. Wer stattdessen 2A kauft, fährt rechtlich ohne Vignette und zahlt pauschal 300 Euro. Bis 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse bleibt das Wohnmobil in Österreich im Vignettensystem, darüber gilt die streckenabhängige GO-Maut.

Für Motorradfahrer hat der Aufkleber in Österreich eine eigene Tücke: Er muss an ein festes Teil der Maschine und nicht an den Koffer. Mit der digitalen Vignette stellt sich diese Frage gar nicht.

7. Kontrolle unterwegs und an der Grenze

Mit Aufkleber war die Kontrolle ein Blick auf die Scheibe. Heute fragen Kamera und Kontrolleur eine Datenbank ab. In Österreich fotografieren die Kameras in Verdachtsfällen Kennzeichen und Windschutzscheibe, danach prüft ein Mitarbeiter jeden Fall von Hand. Die öffentlichen Abfragen funktionieren allerdings nicht überall gleich:

  • Österreich betreibt die Vignettenevidenz. Sie geben Kennzeichen und Zulassungsland ein und sehen die Fahrzeugklasse, die hinterlegte Vignette oder Streckenmaut und den genauen Gültigkeitszeitraum.
  • Slowenien bietet eine Abfrage nach Kennzeichen an, die jeder nutzen darf.
  • Die Schweiz ist eine wichtige Ausnahme: Die öffentliche Abfrage zeigt eine E-Vignette nur, wenn der Käufer sie beim Kauf dafür freigegeben hat. Eine gültige E-Vignette kann für Dritte also unsichtbar sein. Bewahren Sie die Bestätigungsmail auf.
  • Bulgarien verlangt bei der Kontrolle gar keinen Nachweis. Allerdings prüft der Zoll bei der Ausreise.

An den Grenzen innerhalb des Schengenraums hält Sie wegen der Vignette in der Regel niemand an. In der Schweiz kann der Zoll am Übergang die Vignette kontrollieren. Die Klebevignette verkauft er dort nur noch in Ausnahmefällen, kaufen Sie also vor der Grenze.

8. Tippfehler im Kennzeichen

Diesen Fehler gab es zu Zeiten des Aufklebers nicht, und heute scheitern bezahlte Vignetten oft genau daran. Zwei vertauschte Zeichen, ein überflüssiges Leerzeichen, ein O statt einer Null oder das falsche Zulassungsland, und die Datenbank kennt Ihr Auto nicht. Sie haben bezahlt, die Kamera sieht es anders.

Schreiben Sie das Kennzeichen so, wie das jeweilige Bestellformular es verlangt, in der Regel in Großbuchstaben und ohne Leerzeichen. Eine Ausnahme kennt Slowenien: Im DARS-Shop tragen Sie bei deutschen und österreichischen Kennzeichen anstelle der Plakette einen Bindestrich ein. Lesen Sie das Kennzeichen vor dem Bezahlen einmal laut vor. Rumänien verlangt ab einer Laufzeit von 30 Tagen zusätzlich die Fahrgestellnummer, und auch dieses Feld muss stimmen.

9. Gefälschte Vignetten und Fake-Shops

Gefälschte Aufkleber waren ein echtes Problem. Deshalb tragen die verbliebenen Klebevignetten Hologramme und Prüfziffern. Eine digitale Vignette lässt sich in diesem Sinn nicht fälschen, also hat sich der Betrug verlagert. Heute kommt er als täuschend echte Webseite oder als SMS und E-Mail, die eine angeblich offene Maut meldet und nach Kartendaten fragt. Die ASFINAG warnt auf ihrer Website ausdrücklich vor genau diesem Muster.

Der Schutz ist in beiden Formaten derselbe. Kaufen Sie beim staatlichen Portal oder bei einem etablierten Anbieter. Behandeln Sie jede unerwartete Nachricht über eine „offene Maut“ als Phishing, bis Sie Ihr Kennzeichen selbst in der amtlichen Abfrage geprüft haben. Klicken Sie dafür nie auf den Link aus der Nachricht.

Schweiz: Klebevignette oder E-Vignette?

Die Schweiz ist ab dem 1. Dezember 2026 das einzige Land, in dem Sie noch zwischen beiden Formen wählen. Beide Formen sind Jahresvignetten, und beide gelten vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres. Liechtenstein ist jeweils mit abgedeckt. Die Unterschiede liegen im Alltag:

  • E-Vignette: Sie kaufen sie vor der Abfahrt zu Hause und stehen an der Grenze nicht an. Sie gilt ab dem Kauf. Ein Rücktrittsrecht beim Onlinekauf gibt es in der Schweiz nicht. Die Vignette ist an das Kennzeichen gebunden und lässt sich nicht auf ein anderes Fahrzeug übertragen. Ein Scheibentausch berührt sie nicht.
  • Klebevignette: Sie bekommen sie bei der Post, an Tankstellen und bei Automobilclubs, beim Zoll nur in Ausnahmefällen. Sie hängt am Glas und nicht am Kennzeichen, ein neues Kennzeichen ändert also nichts. Geht die Scheibe kaputt, brauchen Sie dagegen Ersatz vom BAZG.

Für die meisten Autofahrer aus Deutschland ist die E-Vignette die bequemere Wahl, vor allem auf der Durchreise nach Italien. Steht bei Ihnen in den nächsten Monaten ein neues Kennzeichen an, spricht mehr für den Aufkleber. Für ein Gespann brauchen Sie in beiden Fällen zwei Vignetten. Die E-Vignette für die Schweiz kaufen Sie bei Vignetim direkt auf Ihr Kennzeichen.

Ist die digitale Vignette besser?

Für fast alle Autofahrer ja, mit einer Einschränkung.

Die digitale Vignette gewinnt beim Scheibentausch, beim österreichischen Wechselkennzeichen, beim Kauf von zu Hause ohne Umweg zur Tankstelle und bei der öffentlichen Abfrage. Falsch aufkleben können Sie sie nicht, fälschen kann sie niemand.

Der Aufkleber gewinnt genau einmal: In Österreich gilt er ohne Wartezeit, während die online gekaufte digitale 2-Monats- und Jahresvignette erst ab dem 18. Tag gilt. Dieser Vorteil endet mit dem Vignettenjahr 2027, das am 1. Dezember 2026 beginnt. Und schon vorher gleichen Sie ihn aus, wenn Sie die digitale Vignette vor Ort kaufen oder die 1-Tages- oder 10-Tages-Vignette nehmen.

Das eigentliche Risiko der digitalen Vignette sind die Daten: ein falsch getipptes Kennzeichen oder eine Vignette für ein Auto, das Sie nicht mehr fahren. Beides vermeiden Sie mit dreißig Sekunden Kontrolle.

Typische Fehler beim Umstieg

  • Im digitalen Land einen Aufkleber suchenIn Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Moldawien, Rumänien, der Slowakei und Slowenien klebt niemand mehr etwas an die Scheibe, und keine Tankstelle verkauft Ihnen einen Aufkleber. Eine leere Scheibe ist dort richtig.
  • Auf einen alten Aufkleber vertrauenSlowenische Klebevignetten gelten seit dem 1. Februar 2022 nicht mehr. Ein Aufkleber von einer früheren Reise beweist nirgendwo etwas.
  • Die österreichische Jahresvignette am Vorabend online kaufenDie 18-Tage-Frist gilt für die digitale 2-Monats- und Jahresvignette. Nehmen Sie die kurze Laufzeit oder kaufen Sie vor Ort.
  • Die 18 Tage für das Rücktrittsrecht haltenDas Rücktrittsrecht dauert 14 Tage. Die 18 Tage sind der früheste Gültigkeitsbeginn, weil die ASFINAG noch drei Tage für den Postweg dazurechnet. Das sind zwei verschiedene Dinge.
  • Den Aufkleber neu klebenIn Österreich dürfen Sie ihn genau einmal aufbringen. Abgelöst und neu geklebt ist er ungültig, so ordentlich er auch aussieht.
  • Regeln von einem Land aufs nächste übertragenFormate, Abfragen, Kennzeichenwechsel und Anhängerregeln unterscheiden sich von Land zu Land.
  • Dem Vermieter mehr glauben als der DatenbankDreißig Sekunden in der amtlichen Abfrage schlagen jede mündliche Zusage beim Vermieter.

So kommen Sie mit der richtigen Vignette ans Ziel

  1. 1

    Prüfen Sie, wo Sie überhaupt wählen

    Eine Wahl haben Sie nur in der Schweiz und in Österreich. Die feuerrote österreichische Klebevignette 2026 ist allerdings die letzte; ab dem Vignettenjahr 2027 (Beginn 1. Dezember 2026) gibt es in Österreich nur noch die digitale Vignette.

  2. 2

    Nehmen Sie im Zweifel die digitale Vignette

    Sie übersteht den Scheibentausch, braucht keinen Platz an der Scheibe, und Sie kaufen sie für die ganze Route auf einmal.

  3. 3

    Kaufen Sie auf das Kennzeichen, mit dem Sie fahren

    Großbuchstaben, keine Leerzeichen, das richtige Zulassungsland, und vor dem Bezahlen einmal gegenlesen.

  4. 4

    Achten Sie auf den Gültigkeitsbeginn

    In den meisten Ländern wählen Sie einen späteren Starttag. Die digitale 2-Monats- und Jahresvignette für Österreich braucht online 18 Tage Vorlauf. Die Schweizer Vignette gilt für ein festes Vignettenjahr, nicht für zwölf Monate ab dem Kauf.

  5. 5

    Kaufen Sie die Vignetten für sieben Länder an einer Stelle und die österreichische bei der ASFINAG

    Vignetim registriert die E-Vignetten für Bulgarien, Tschechien, Moldawien, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und die Schweiz direkt auf Ihr Kennzeichen. Die Bestätigung kommt per E-Mail. Die Vignette wird entsprechend dem gewählten Gültigkeitsbeginn und den Regeln des jeweiligen Landes gültig. Die österreichische Vignette kaufen Sie im Mautshop der ASFINAG, in der ASFINAG-App oder vor Ort.

Die günstigste Vignette ist die gültige. Eine neu geklebte, auf das falsche Kennzeichen gekaufte oder drei Tage vor dem Österreich-Urlaub online bestellte Jahresvignette kostet genauso viel wie eine funktionierende. Die Strafe kommt noch dazu. Stimmen Format und Kennzeichen einmal vor der Abfahrt, haben die Kameras nichts mehr zu melden.

Häufige Fragen

Muss ich in Europa noch eine Vignette an die Scheibe kleben?

Fast nie. Sieben der neun Vignettenländer verkaufen nur noch die digitale Vignette, dort ist Ihr Kennzeichen der Nachweis. Einen Aufkleber gibt es 2026 nur noch in Österreich und der Schweiz, und in Österreich ist die Ausgabe 2026 die letzte.

Welche Länder verkaufen noch eine Klebevignette?

Österreich und die Schweiz. Österreich verkauft die Klebevignette nur noch für das Vignettenjahr 2026. Für Vignetten ab dem 1. Dezember 2026 zahlen Sie dort nur noch über die Registrierung des Kennzeichens. Ab diesem Tag verkauft nur noch die Schweiz eine Vignette zum Aufkleben.

Gilt meine österreichische Klebevignette 2026 noch nach dem 1. Dezember 2026?

Die Jahresvignette 2026 ja, bis zum 31. Januar 2027. Jede Jahresvignette gilt vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres. Für die Zeit danach brauchen Sie die digitale Vignette 2027.

Was ist eine E-Vignette, und wie funktioniert sie?

Die E-Vignette ist ein Eintrag beim Betreiber, der Ihr Kennzeichen und Ihr Zulassungsland mit einem Gültigkeitszeitraum verbindet. Kameras und Kontrolleure lesen das Kennzeichen und fragen diesen Eintrag ab. Sie müssen nichts anbringen, ausdrucken oder vorzeigen.

Ab wann gilt die digitale Vignette?

In den meisten Ländern ab dem Kauf oder ab dem Tag, den Sie wählen. Österreich ist die Ausnahme: Die online gekaufte digitale 2-Monats- und Jahresvignette gilt frühestens ab dem 18. Tag nach dem Kauf. Die digitale 1-Tages- und 10-Tages-Vignette und jede vor Ort gekaufte digitale Vignette gelten ohne Wartezeit. In der Schweiz gilt die E-Vignette ab dem Kauf.

Wo muss ich die Vignette aufkleben?

In Österreich auf die Innenseite der Windschutzscheibe, außerhalb des getönten Streifens, nur einmal und ohne Folie oder Klebeband. Am Motorrad gehört sie auf ein nicht abnehmbares Teil wie Gabelholm oder Tank. In der Schweiz kleben Sie sie direkt auf die Innenseite der Windschutzscheibe, auf einem abnehmbaren Träger ist sie ungültig.

Was passiert, wenn ich mein Kennzeichen falsch eingebe?

Dann steht Ihr Auto nicht in der Datenbank, und die Kamera behandelt Sie wie einen Fahrer ohne Vignette, obwohl Sie bezahlt haben. Prüfen Sie jedes Zeichen und das Zulassungsland vor dem Bezahlen. Wo es eine amtliche Abfrage gibt, kontrollieren Sie den Eintrag danach dort.

Ich bekomme ein neues Kennzeichen. Was wird aus meiner digitalen Vignette?

Sie hängt weiter am alten Kennzeichen. In Österreich ändern Sie das Kennzeichen aus bestimmten Gründen kostenlos, einmal pro Gültigkeitszeitraum auch ohne Begründung gegen 18 Euro Kostenersatz. Die Schweizer E-Vignette lässt sich nicht auf ein anderes Fahrzeug übertragen.

Brauche ich nach einem Scheibentausch eine neue Vignette?

Mit der digitalen Vignette nicht. Mit dem Aufkleber praktisch ja: In Österreich hält die ASFINAG dafür ein Formular für den Scheibenbruch bereit, in der Schweiz bekommen Sie Ersatz über das BAZG. Dort dürfen Sie bei dieser Gelegenheit auch zur E-Vignette wechseln.

Wie weise ich bei einer Kontrolle nach, dass ich eine Vignette habe?

Meist gar nicht, weil die Kontrolle automatisch läuft. In der Vignettenevidenz der ASFINAG und in der Abfrage von Slowenien kann jeder ein Kennzeichen prüfen. In der Schweiz sieht ein Dritter die E-Vignette nur, wenn sie beim Kauf zur öffentlichen Abfrage freigegeben wurde. Heben Sie die Bestätigungsmail deshalb auf.

Hat mein Mietwagen schon eine Vignette?

Ein in Deutschland gemietetes Auto hat in aller Regel keine, weil Deutschland keine Vignette verkauft. Ein Mietwagen aus einem Vignettenland hat meist nur die Vignette dieses Landes. Prüfen Sie das Kennzeichen vor der Grenze in der amtlichen Abfrage, denn die Strafe landet am Ende bei Ihnen.

Ist die digitale Vignette sicherer als der Aufkleber?

Sie lässt sich weder fälschen noch falsch anbringen. Der Betrug ist dafür ins Netz gewandert, zu nachgemachten Shops und Phishing-Nachrichten über angeblich offene Maut. Kaufen Sie beim staatlichen Portal oder bei einem etablierten Anbieter, und prüfen Sie Ihr Kennzeichen selbst statt über einen Link aus einer Nachricht.

Kann ich in der Schweiz noch eine Klebevignette kaufen?

Ja. Die Schweiz verkauft beide Formen: die Klebevignette bei der Post, an Tankstellen und bei Automobilclubs (beim Zoll nur in Ausnahmefällen), die E-Vignette online auf Ihr Kennzeichen. In beiden Fällen ist es eine Jahresvignette, die auch in Liechtenstein gilt.

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Ein Kaufvorgang, sieben Länder, registriert auf Ihr Kennzeichen, bevor Sie die erste Kamera erreichen. Kein Kleben, kein Kratzen an der Scheibe, keine Sorge, ob der Aufkleber gerade sitzt.

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