Nichts mehr zu kleben
Keine Folie, keine Blasen, keine Rückstände auf der Scheibe – Ihr Kennzeichen dient als Nachweis.
Vignette einfach erklärt
Ob Alpenurlaub oder Geschäftsreise: In vielen europäischen Ländern brauchen Sie eine Vignette, um Autobahnen und Schnellstraßen legal zu nutzen. Auf dieser Seite erfahren Sie in Ruhe, was eine Vignette eigentlich ist, wie die digitale Vignette funktioniert und warum die klassische Klebemarke nach und nach verschwindet.
Eine Vignette ist ein zeitlich befristeter Mautnachweis dafür, dass Sie für die Nutzung bestimmter Autobahnen und Schnellstraßen bezahlt haben. Anders als eine streckengenaue Maut gilt sie pauschal für einen festgelegten Zeitraum – etwa zehn Tage, zwei Monate oder ein Jahr. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bezeichnete ursprünglich die kleine Klebemarke an der Windschutzscheibe.
Die Idee der Mautmarke ist alt, ihre digitale Form vergleichsweise jung. Den Anfang machte Ungarn: Bereits 2008 ersetzte das Land die Klebemarke durch die e-matrica und führte damit die erste echte E-Vignette Europas ein. Tschechien und Slowenien stellten 2021 auf digitale Vignetten um, die Schweiz folgte 2023 mit ihrer E-Vignette. Seither setzt sich die kennzeichenbasierte, elektronische Vignette Schritt für Schritt durch.
Heute gilt in neun europäischen Ländern eine Vignettenpflicht: Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Moldau. Wer dort ohne gültige Vignette auf mautpflichtigen Straßen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld – in der Schweiz werden bei fehlender Vignette beispielsweise 200 CHF fällig.
Europäische Straßengebühren gibt es in drei Formen, die häufig verwechselt werden. So unterscheiden Sie sie auf einen Blick.
Häufiger Irrtum: Vignette und Umweltplakette werden oft in einen Topf geworfen – dabei haben sie nichts miteinander zu tun. Die Crit’Air-Plakette in Frankreich, die Umweltplakette in Deutschland und die DGT-Plakette in Spanien sind reine Umweltplaketten: Sie regeln allein, welche Fahrzeuge nach ihrer Abgasnorm in eine Umweltzone einfahren dürfen. Wer nach einer „Vignette Frankreich“ sucht, meint fast immer genau diese Crit’Air-Umweltplakette – denn Frankreich und Deutschland haben gar keine Autobahnvignette. Bei einer Stadtfahrt nach Paris oder Lyon kann es sogar sein, dass Sie beides zugleich benötigen: die streckenbezogene Maut für die Autobahn und die Crit’Air-Plakette für die Umweltzone.
Wer in den vergangenen Jahrzehnten Richtung Süden in den Urlaub fuhr, kennt das Ritual noch genau: An der letzten Tankstelle vor der Grenze die Klebevignette besorgen, die Schutzfolie abziehen und die Marke möglichst blasenfrei auf die Windschutzscheibe drücken. Wer sie falsch anbrachte oder später wieder ablöste, hatte ein Problem – denn eine einmal entfernte Klebevignette galt bei der Kontrolle als ungültig.
An die Stelle der Klebemarke ist die digitale Vignette getreten. Statt eines Aufklebers wird Ihr Kennzeichen in einer zentralen Mautdatenbank hinterlegt. Die Kontrolle übernehmen ANPR-Kameras (automatische Kennzeichenerkennung), die an Mautportalen, auf Brücken und in Streifenfahrzeugen montiert sind. Sie erfassen das Nummernschild im Vorbeifahren und gleichen es in Sekunden mit der Datenbank ab – ganz ohne Halten und ohne Sichtprüfung an der Scheibe.
Die Umstellung verlief schrittweise. Ungarn führte 2008 mit der e-matrica die erste echte E-Vignette Europas ein. Tschechien und Slowenien folgten 2021 und schafften ihre Klebevignetten ab, die Schweiz zog 2023 mit der E-Vignette nach. Während klassische Aufkleber damit zunehmend verschwinden, wird das kennzeichenbasierte System in immer mehr Ländern zum Standard.
Keine Folie, keine Blasen, keine Rückstände auf der Scheibe – Ihr Kennzeichen dient als Nachweis.
Die E-Vignette liegt digital vor, sodass Sie keinen Papieraufkleber vergessen oder verlieren können.
ANPR-Kameras prüfen Ihr Kennzeichen im fließenden Verkehr – ein Stopp am Schalter entfällt.
In Europa gibt es neun klassische Vignettenländer. Wer dort Autobahnen oder Schnellstraßen nutzt, braucht eine gültige Vignette. Klicken Sie ein Land an, um aktuelle Preise und Laufzeiten zu sehen.
In Frankreich, Italien, Spanien, Portugal oder Kroatien zahlen Sie streckenbezogene Autobahnmaut statt einer Vignette – meist an der Mautstation oder über ein elektronisches Mautgerät. Norwegen rechnet überwiegend über automatische Mautringe ab, während Dänemark und Schweden mautfreie Autobahnen haben und nur an einzelnen großen Brücken Maut erheben.
Kurz gesagt: nein – in diesen Ländern gilt keine Vignettenpflicht, dafür kommen andere Gebühren oder Plaketten auf Sie zu.
Keine Vignette, sondern streckenbezogene Autobahnmaut (Péage). In Städten wie Paris oder Lyon brauchen Sie zusätzlich die Crit’Air-Umweltplakette.
Für Pkw mautfrei. Für die Einfahrt in die Umweltzonen vieler Städte brauchen Sie jedoch die grüne Umweltplakette.
Keine Vignette, sondern streckenbezogene Autostrada-Maut, zahlbar an der Mautstation oder per Telepass.
Ein Teil der Autobahnen (Autopistas) ist mautpflichtig; in Madrid oder Barcelona gilt zusätzlich die DGT-Umweltplakette.
Für Pkw mautfrei. In Antwerpen, Brüssel und Gent müssen Sie Ihr Fahrzeug vorab für die Umweltzone (LEZ) registrieren.
Meist gebührenfrei; Maut fällt nur an einzelnen Tunneln und neuen Abschnitten an (z. B. Westerscheldetunnel oder Blankenburgverbindung).
Keine Vignette, sondern streckenbezogene Maut: Ticket bei der Auffahrt ziehen, bei der Ausfahrt nach gefahrener Strecke zahlen.
Für Pkw sind die meisten Autobahnen kostenlos. Das e-TOLL-System betrifft vor allem Lkw; einzelne Konzessionsabschnitte sind auch für Pkw gebührenpflichtig.
Komplett mautfrei – für Pkw weder Vignette noch Streckenmaut.
Kein Drucken, kein Aufkleber, kein Papierkram – Ihr Kennzeichen wird zur Vignette.
Sie wählen Land und Gültigkeitszeitraum und hinterlegen Kennzeichen sowie Zulassungsland Ihres Fahrzeugs – kein Aufkleber, keine Tankstellen-Schlange.
Nach Abschluss wird Ihr Nummernschild in der nationalen Mautdatenbank als gültig vermerkt und ist damit untrennbar mit Ihrem Fahrzeug verbunden.
Im Straßenverkehr lesen Kameras Ihr Kennzeichen und prüfen, ob eine gültige Vignette vorliegt. Fehlt sie, drohen empfindliche Bußgelder.
Wählen Sie den Weg, der zu Ihrer Reise passt. Am schnellsten geht es mit der Vignetim-App.
Öffnen Sie die App, wählen Sie Ihr Reiseland und die passende Gültigkeitsdauer für Ihre Fahrt aus.
Tragen Sie Fahrzeugkennzeichen und Zulassungsland ein und legen Sie das gewünschte Startdatum fest.
Schließen Sie die Bestellung sicher ab und erhalten Sie die digitale Bestätigung direkt aufs Handy – verknüpft mit Ihrem Kennzeichen.
Vergleichen Sie auf vignetim.com/vignettes-and-tolls Laufzeiten und Konditionen für Ihr Reiseland und wählen Sie das passende Produkt aus. Eine App oder ein Konto ist zum Stöbern nicht nötig.
Vignetten & Maut ansehenGeben Sie Kennzeichen, Fahrzeugkategorie und das gewünschte Startdatum ein. Mit Vignetim Flex legen Sie auch ein späteres Startdatum fest.
Nach der sicheren Kartenzahlung erhalten Sie die E-Vignette per E-Mail; sie ist mit Ihrem Kennzeichen verknüpft und sofort dokumentiert.
Vignetten gibt es traditionell auch an Grenzübergängen, Tankstellen und Kiosken. Bequem ist dieser Weg jedoch selten – und er bringt einige Nachteile mit sich:
Wer entspannt reisen möchte, löst die E-Vignette besser schon vorab digital – dann gelingt der Grenzübertritt ganz ohne Zwischenstopp.
Immer mehr Länder ersetzen die klassische Klebevignette durch die digitale E-Vignette. Statt eines Aufklebers an der Windschutzscheibe wird dabei Ihr Kennzeichen elektronisch im System des jeweiligen Landes hinterlegt – die Kontrolle läuft anschließend automatisch über Kameras. Funktional decken beide Varianten dasselbe ab; im Alltag bringt die E-Vignette aber spürbare Vorteile, vor allem bei Mietwagen, Scheibenbruch oder einem Fahrzeugwechsel.
Unterm Strich ist die E-Vignette in nahezu allen Alltagssituationen die bequemere und robustere Wahl: Sie ist an Ihr Kennzeichen gebunden, übersteht einen Scheibentausch problemlos und hinterlässt keine Kleberreste im Fahrzeug. Die klassische Klebevignette hat nur noch dort ihre Berechtigung, wo ein Land sie weiterhin vorschreibt.
Ob eine Vignette nötig ist, hängt von Gewicht, Typ und Achszahl Ihres Fahrzeugs ab.
Für Personenwagen gilt in allen neun Vignettenländern eine Vignettenpflicht. In den meisten Ländern erhalten Sie die E-Vignette wahlweise für wenige Tage, einen Monat oder ein ganzes Jahr.
Motorräder sind in Rumänien, Tschechien, der Slowakei und Bulgarien von der Vignettenpflicht befreit. In Slowenien, Österreich, Ungarn und der Schweiz brauchen auch Krafträder eine eigene Vignette.
Schwerere Wohnmobile fallen in mehreren Ländern aus der Pkw-Vignette heraus und benötigen eine gewichtsabhängige Sondervignette oder eine streckenbezogene Maut – in Österreich etwa die GO-Box.
Ein Anhänger oder Wohnwagen verändert in der Regel nicht die Vignettenklasse des Zugfahrzeugs; maßgeblich ist meist das zulässige Gesamtgewicht des Pkw. Überschreitet das Gespann jedoch 3,5 t, kann ein höherer Tarif gelten.
Für Lkw gilt fast überall keine Klebe- oder E-Vignette, sondern eine fahrleistungsabhängige Maut über Bordgeräte wie Toll Collect, die GO-Box oder HU-GO.
Auf vignettenpflichtigen Straßen wird immer häufiger automatisch kontrolliert: ANPR-Kameras erfassen jedes vorbeifahrende Fahrzeug und gleichen es in Sekunden mit der Vignetten-Datenbank ab. Ausländische Kennzeichen sind davon ausdrücklich nicht ausgenommen. Die folgenden Beträge sind Richtwerte und können sich ändern – prüfen Sie die aktuell gültigen Sätze vor der Reise bei der offiziellen Stelle des jeweiligen Landes.
Eine Strafe für das Fahren ohne Vignette trifft inländische und ausländische Fahrer gleichermaßen – die Annahme, mit ausländischem Kennzeichen unbemerkt durchzukommen, ist ein teures Missverständnis. Offene Forderungen werden zunehmend grenzüberschreitend durchgesetzt, etwa über beauftragte Inkassodienstleister. Eine unbezahlte Vignettenstrafe verschwindet nicht an der Grenze, sondern kann Sie noch Monate später zu Hause erreichen.
Entdecken Sie über 13 europäische Maut- und Vignettenprodukte, vergleichen Sie die Optionen und schließen Sie in wenigen Minuten ab.
Eine Vignette ist eine pauschale Zeitmaut – also eine zeitlich befristete Berechtigung, das gebührenpflichtige Straßennetz eines Landes (vor allem Autobahnen und Schnellstraßen) zu nutzen. Früher war sie ein Klebeschild für die Windschutzscheibe, heute ist sie in den meisten Ländern eine E-Vignette, die digital mit dem Kennzeichen verknüpft wird. Die erste echte E-Vignette führte Ungarn 2008 mit der e-matrica ein.
Als Vignettenstrecke bezeichnet man die Straßen, für deren Nutzung eine Vignette vorgeschrieben ist – in der Regel Autobahnen und autobahnähnliche Schnellstraßen. Auf nachgeordneten Landes- und Ortsstraßen gilt die Vignettenpflicht meist nicht. Welche Abschnitte betroffen sind, ist vor Ort beschildert.
In Europa arbeiten neun Länder mit dem Vignettensystem: Österreich, die Schweiz, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Moldau. Die meisten davon sind inzwischen auf die E-Vignette umgestiegen – Ungarn war 2008 Vorreiter, Slowenien und Tschechien zogen 2021 nach, die Schweiz 2023.
Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal oder Kroatien kennen keine Pkw-Vignette. Stattdessen wird dort entweder gar keine Pkw-Maut erhoben (Deutschland) oder streckenbezogen über Mautstationen abgerechnet (etwa der Péage in Frankreich oder die Mautstationen in Italien und Spanien).
Nein. Frankreich hat keine Vignette. Die meisten Autobahnen sind zwar gebührenpflichtig, abgerechnet wird aber streckenbezogen an Mautstationen (Péage). Beachten Sie jedoch die Crit’Air-Umweltplakette, die in vielen französischen Umweltzonen Pflicht ist – das ist allerdings keine Straßenmaut, sondern eine Umweltkennzeichnung.
Nein. Für Pkw gibt es in Deutschland weder eine Vignette noch eine allgemeine Pkw-Maut. Für die Einfahrt in viele Innenstädte benötigen Sie jedoch eine Umweltplakette (Feinstaubplakette), die die Schadstoffklasse Ihres Fahrzeugs ausweist.
Im eigentlichen Sinne nein. Crit’Air ist die französische Umweltplakette, die Fahrzeuge nach ihrem Schadstoffausstoß einstuft und den Zugang zu Umweltzonen regelt. Sie wird umgangssprachlich oft „Umwelt-Vignette“ genannt, hat mit der Straßenmaut aber nichts zu tun.
Eine Vignette berechtigt zur Nutzung mautpflichtiger Straßen (Zeitmaut). Eine Umweltplakette – etwa die deutsche Feinstaubplakette oder die französische Crit’Air – stuft Ihr Fahrzeug nach Abgasnorm ein und entscheidet, ob Sie in eine Umweltzone einfahren dürfen. Die eine betrifft die Straßennutzung, die andere den Umweltschutz.
Die Vignette ist eine Form der Zeitmaut: Sie zahlen pauschal für einen festen Zeitraum und dürfen das Netz beliebig oft befahren. Die streckenbezogene Maut dagegen richtet sich nach den gefahrenen Kilometern und wird an Mautstationen oder über Mautportale erhoben. Manche Länder kombinieren beide Systeme.
Wie lange die Vignette gilt, hängt vom Land und vom gewählten Produkt ab. Üblich sind Kurzzeit-Vignetten (etwa 10 Tage oder eine Woche), Monatsvignetten und Jahresvignetten. Manche Länder bieten nur bestimmte Laufzeiten an – die Schweiz etwa kennt traditionell nur die Jahresvignette.
Ja. Bei der E-Vignette legen Sie in der Regel ein Startdatum fest und können sie schon Tage oder Wochen vor der Reise bestellen. Planen Sie etwas Vorlauf ein, da die Aktivierung in einzelnen Ländern erst nach einer kurzen Bearbeitungszeit wirksam wird.
Ja, sofern sie auf das richtige Kennzeichen ausgestellt ist. Die E-Vignette ist an das Fahrzeugkennzeichen gebunden, nicht an die Person. Prüfen Sie beim Mietwagen, ob bereits eine Vignette enthalten ist; falls nicht, lösen Sie eine für das konkrete Kennzeichen des Mietfahrzeugs.
Das ist je nach Land unterschiedlich. In Slowenien, Österreich, Ungarn und der Schweiz sind Motorräder vignettenpflichtig (häufig mit einer eigenen Zweirad-Vignette). In Rumänien, Tschechien, der Slowakei und Bulgarien sind Motorräder dagegen von der Vignettenpflicht befreit.
Nach dem Kauf erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail oder in der App. Zusätzlich bieten die meisten Länder ein offizielles Online-Portal, in dem Sie anhand des Kennzeichens nachsehen können, ob und für welchen Zeitraum eine E-Vignette hinterlegt ist.
Wer ohne Vignette auf einer vignettenpflichtigen Straße fährt, riskiert ein Bußgeld – unabhängig davon, ob die Vignette vergessen wurde, abgelaufen ist oder nie gekauft wurde. Es gibt weder eine Schonfrist noch eine Strecke, die Sie ohne gültige Vignette zurücklegen dürfen: Die Pflicht greift, sobald Sie auffahren. Die Höhe der jeweiligen Strafe finden Sie oben in der Länderübersicht.
In der Regel nicht. Einmal aktivierte Vignetten sind meist von der Erstattung ausgeschlossen, da sie an Kennzeichen und Zeitraum gebunden sind. Ob in Ausnahmefällen – etwa bei einem Tippfehler im Kennzeichen vor Beginn der Gültigkeit – eine Korrektur möglich ist, hängt vom Anbieter und vom jeweiligen Land ab.
Sparen Sie sich teures Roaming. Mobile Daten in über 80 Ländern aus derselben App wie Ihre Vignette – in wenigen Minuten aktiv, ohne SIM-Wechsel.
eSIM-Tarife ansehen