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Offizieller ASFINAG-Tarif, erklärt

Vignette Österreich 2026: Preise, Regeln, Verkaufsstellen

Die österreichische Vignette verkauft der Staatsbetreiber ASFINAG über seinen offiziellen Shop, die App und ein dichtes Netz an Vertriebspartnern. Hier steht alles für den richtigen Kauf: die offiziellen Preise 2026, die 18-Tage-Regel beim Online-Kauf und was die Vignette nicht abdeckt.

Offizielle Vignettenpreise

Pkw-Tarif, festgelegt vom Mautbetreiber

2026
  • 1 Tag9,60 €
  • 10 Tage12,80 €
  • 2 Monate32,00 €
  • 1 Jahr106,80 €

Online gekauft, gelten die 2-Monats- und die Jahresvignette erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf. Die 1-Tages- und die 10-Tages-Vignette können sofort starten.

Im offiziellen ASFINAG Shop kaufen

Weiterfahrt geplant? Diese Vignetten gibt es hier

Die österreichische Vignette ist die zeitabhängige Maut für alle Autobahnen (A) und Schnellstraßen (S) des Landes; zuständig ist der Staatsbetreiber ASFINAG. Anders als in Bulgarien oder Rumänien bleiben die übrigen Straßen frei: Die Pflicht beginnt dort, wo die Autobahn beginnt.

Die Bezugsquelle ist einfach: Die Vignette verkauft die ASFINAG selbst, über ihren offiziellen Shop, die kostenlose App und viele Verkaufsstellen vor Ort, von der Tankstelle bis zum Automobilclub. Diese Seite liefert Ihnen alles rund um diesen Kauf: den Tarif, die Fristen und die Fallen, dazu die Vignetten der Nachbarländer für den Rest Ihrer Route. Diese kaufen Sie direkt hier.

Die zwei Fehler, die in Österreich richtig Geld kosten

Erstens: die 2-Monats- oder Jahresvignette online kurz vor der Abreise kaufen. Online gekauft, gelten beide erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf. Zweitens: davon ausgehen, dass die Vignette alles abdeckt. Die großen Alpentunnel und Pässe sind eigene Mautstrecken. Beides erklären wir unten.

Wer braucht in Österreich eine Vignette?

Jedes Kraftfahrzeug bis 3,5 Tonnen, das eine Autobahn oder Schnellstraße benutzt, und das schließt Motorräder ein. Das überrascht viele: In etlichen Vignettenländern fahren Motorräder frei, in Österreich nicht.

Pkw und Wohnmobile bis 3,5 tMotorräder (ermäßigter Tarif)Anhänger (frei)Über 3,5 t (GO-Box)
Pkw, SUV und Wohnmobile bis 3,5 t

Brauchen auf jeder A- und S-Straße eine Vignette. Maßgeblich ist die technisch zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs selbst.

Motorräder

Nicht befreit. Motorräder brauchen eine eigene Vignette zum ermäßigten Tarif, rund 40 Prozent des Pkw-Preises.

Anhänger und Wohnwagen

Nichts extra zu kaufen. Österreich kennt keine Summenregel: Ein Pkw bis 3,5 Tonnen mit Wohnwagen braucht eine einzige Pkw-Vignette, egal wie schwer das Gespann ist. In der Schweiz gilt das Gegenteil.

Fahrzeuge über 3,5 Tonnen

Stehen komplett außerhalb des Vignettensystems. Sie zahlen eine streckenabhängige Maut über die GO-Box, und das gilt auch für Wohnmobile über 3,5 Tonnen.

Elektroautos

Keine Befreiung und kein Rabatt. E-Autos zahlen exakt denselben Tarif wie Benziner und Diesel.

Wer ist von der Vignettenpflicht befreit?

Praktisch eine einzige Gruppe. Wer einen österreichischen Behindertenpass mit dem Eintrag der Unzumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel besitzt, erhält eine kostenlose digitale Jahresvignette, dazu kostenlose Mehrfahrten-Karten für die Streckenmaut auf A9, A10, A13 und S16, allerdings nicht für die A11 Karawanken. Das Verfahren läuft über die österreichischen Behörden; die Angaben werden mit dem Kennzeichenregister abgeglichen.

Das war die Liste. Motorräder zahlen, Anhänger fahren über die Vignette des Zugfahrzeugs mit, Elektroautos zahlen voll, und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sind nicht befreit, sondern in einem anderen System. Österreich verbindet eine Vignettenquote von 98 Prozent nach eigener ASFINAG-Zählung mit einer bemerkenswert kurzen Befreiungsliste.

Die offiziellen Vignettenpreise 2026

Die Preise sind gesetzlich festgelegt und in jedem offiziellen Kanal identisch. Der ASFINAG-Tarif 2026, gültig für das Vignettenjahr 1. Dezember 2025 bis 31. Januar 2027 (Stand: 08/2026):

GültigkeitPkw (bis 3,5 t)Motorrad
1 Tag9,60 €3,80 €
10 Tage12,80 €5,10 €
2 Monate32,00 €12,80 €
1 Jahr106,80 €42,70 €

Die Jahresvignette gilt für das Vignettenjahr vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027, nicht 365 Tage ab Kauf. Die 1-Tages-Vignette gibt es ausschließlich digital.

So zählt die Gültigkeit wirklich

Vier Zählregeln, alle aus den Rechenbeispielen der ASFINAG selbst, entscheiden darüber, ob Ihre Vignette die Heimfahrt noch abdeckt:

  • Die 10-Tages-Vignette zählt den Starttag mit. Gültig ab 10. Januar heißt: Sie endet am 19. Januar um Mitternacht, nicht am 20. Planen Sie die Rückfahrt mit dem Kalender, nicht mit den Fingern.
  • Die 2-Monats-Vignette rechnet in Kalendermonaten, nicht in 60 Tagen. Gültig ab 10. Januar, endet sie am 10. März um Mitternacht. Das sind je nach Monat 59 bis 62 Tage.
  • Die 1-Tages-Vignette gilt einen Kalendertag, keine 24 Stunden. Um 15:07 Uhr mit sofortigem Start gekauft, läuft sie am selben Tag um 23:59 Uhr ab. Wer sie am Vorabend einer frühen Abfahrt kauft, verschenkt den größten Teil.
  • Die Jahresvignette gehört zum Vignettenjahr, nicht zu Ihnen. Die Vignette „26“ gilt vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027, egal wann Sie kaufen: Im August gekauft, endet sie trotzdem am 31. Januar. Und damit eine digitale Jahresvignette zum Wechsel am 1. Februar aktiv ist, nennt die ASFINAG als Stichtag für den Online-Kauf den 14. Januar.

2026 ist das letzte Jahr der Klebevignette

Die klassische Klebevignette für die Windschutzscheibe wird 2026 zum letzten Mal verkauft. Ab dem Vignettenjahr 2027 ist Österreich vollständig digital, die Vignette hängt dann am Kennzeichen.

Wer die feuerrote Klebevignette dieses Jahres kauft, sollte die Montageregeln ernst nehmen, denn sie machen eine nachlässig geklebte Vignette ungültig: direkt an die Innenseite der Windschutzscheibe, außerhalb des Tönungsstreifens, mit abgezogener Trägerfolie, und sie darf nur ein einziges Mal geklebt werden. Folien, Saugnäpfe und Klebeband machen sie ungültig. Am Motorrad gehört sie auf ein nicht abnehmbares Teil wie Gabel oder Tank, nie auf ein Topcase. Die meisten Fahrer sind ohnehin umgestiegen: Fast vier von fünf Jahresvignetten sind bereits digital.

Die 18-Tage-Regel: online zur richtigen Zeit kaufen

Das ist die wichtigste österreichische Besonderheit, und sie stammt aus dem EU-Verbraucherschutz: Für Online-Käufe gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht, dazu rechnet die ASFINAG einen Versandpuffer. Das Ergebnis:

2-Monats- und Jahresvignette, online gekauft

Frühestens am 18. Tag nach dem Kauf gültig. Wer die Jahresvignette am Abend vor der Abreise online kauft, hat am Reisetag noch keine gültige Vignette.

1-Tages- und 10-Tages-Vignette, online gekauft

Können sofort gültig sein: Bei diesen beiden Produkten entfällt die Wartefrist im ASFINAG-Shop.

Jede Vignette, vor Ort gekauft

Sofort gültig. Tankstellen, Trafiken (österreichische Tabakläden), Automobilclubs (ÖAMTC, ARBÖ, ADAC) und ASFINAG-Mautstellen verkaufen digitale Vignetten und Klebevignetten ohne Wartefrist.

Daraus folgt die praktische Regel: Für die kurze Reise kaufen Sie die 1-Tages- oder 10-Tages-Vignette online mit sofortiger Gültigkeit. Brauchen Sie kurzfristig eine längere Laufzeit, kaufen Sie sie an einer Verkaufsstelle, spätestens an der Grenze.

Die digitale Vignette bringt drei Vorteile mit, die der Kleber nie hatte. Bei österreichischen Wechselkennzeichen deckt eine Vignette bis zu drei Fahrzeuge mit demselben Kennzeichen ab, und ein Steinschlag in der Windschutzscheibe ändert nichts, weil die Registrierung am Kennzeichen hängt. Das Kennzeichen selbst lässt sich einmal pro Gültigkeitszeitraum ohne Angabe von Gründen ändern, gegen 18 Euro Gebühr (ASFINAG: Aufwandersatz), bei anerkannten Gründen kostenlos.

Was die Vignette nicht abdeckt: die Streckenmaut

Österreichs große Alpentunnel und Pässe sind Sondermautstrecken und werden pro Fahrt bezahlt, an der Mautstelle oder online. Ihre Vignette gilt dort nicht. Im Gegenzug brauchen Sie auf der Sondermautstrecke selbst keine Vignette.

Die Einzelfahrt für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen, ASFINAG-Tarife ab 1. Januar 2026, inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer:

StreckeRoutePkw, eine Richtung
A13 BrennerInnsbruck bis zur italienischen Grenze12,50 €
A10 Tauern- und KatschbergtunnelSalzburg bis Villach15,00 €
A11 KarawankentunnelVillach bis Slowenien9,00 €
A9 GleinalmtunnelGraz Richtung Linz12,00 €
A9 Bosrucktunnelderselbe Korridor, nördlicher Tunnel7,00 €
S16 ArlbergtunnelTirol bis Vorarlberg13,00 €

Wer von München über den Brenner nach Italien fährt, zahlt also die Vignette für die Zufahrt über A12 und A13 plus die Brennermaut. Die Fahrt von Deutschland nach Kroatien über die Tauernroute heißt: Vignette plus A10-Tunnel, und weiter nach Slowenien kommt die Karawankenmaut obendrauf.

Bevor Sie den vollen Satz zahlen, lohnt ein Blick auf die Produktpalette: Die meisten Strecken verkaufen Teilstreckentarife (die halbe Tauernstrecke kostet 7,50 Euro, kurze Brennerabschnitte beginnen bei 1,00 Euro) und Mehrfahrten-Karten, die sich ab etwa sechs Fahrten pro Jahr rechnen. Die Karawanken bieten eine 14-Fahrten-Monatskarte für 40,40 Euro. Die Digitale Streckenmaut registriert Ihr Kennzeichen, sodass sich die Schranke von selbst öffnet, und die FLEX-Option der ASFINAG rechnet jede Durchfahrt im Nachhinein ab. Für jede Route verrät der Mautplaner der ASFINAG, welche Produkte die Fahrt genau braucht.

Wo Sie gar keine Vignette brauchen

Um die Grenzorte zu entlasten, sind einige Autobahnabschnitte gesetzlich von der Vignettenpflicht ausgenommen, drei davon direkt an der deutschen Grenze:

  • A1 vom Grenzübergang Walserberg bis zur Abfahrt Salzburg Nord
  • A12 vom Grenzübergang Kufstein bis Kufstein-Süd
  • A14 vom Grenzübergang Hörbranz bis Hohenems in Vorarlberg
  • A26 in Linz, ein vierter freier Abschnitt, der erst mit der Anbindung an die A7 vignettenpflichtig wird

Damit erreichen Sie Salzburg, Kufstein und das Vorarlberger Rheintal ohne Vignette. Verpassen Sie allerdings die letzte freie Abfahrt, behandeln die automatischen Kameras Sie wie jeden anderen Fahrer ohne Vignette.

Strafen: Die Ersatzmaut stieg 2026 auf 200 Euro

Kontrolliert wird mit automatischen Kameras und ASFINAG-Streifen, eine Schonfrist gibt es nicht. Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, bekommt die Ersatzmaut angeboten, die die Sache an Ort und Stelle erledigt:

Ersatzmaut 2026

200 Euro für Pkw und Wohnmobile, 100 Euro für Motorräder, für Verstöße ab dem 1. Januar 2026 (vorher 120 und 65 Euro). Dieselben Beträge gelten für eine nicht bezahlte Streckenmaut.

Wenn Sie nicht zahlen

Die Bezirksverwaltungsbehörde eröffnet ein Verwaltungsstrafverfahren mit Geldstrafen von 300 bis 3.000 Euro. Die Ersatzmaut zu zahlen, ist immer der günstigere Ausweg.

Das Detail, das fast jeder Ratgeber falsch wiedergibt: Ersatzmaut und Strafe sind Alternativen, keine Abfolge. Nach dem Mautgesetz erlischt der Verstoß vollständig, sobald die Ersatzmaut bezahlt ist. Die Spanne von 300 bis 3.000 Euro existiert nur für Fahrer, die nicht zahlen. Kontrolliert wird mit einem versetzbaren Kameranetz, das seine Standorte in regelmäßigen Abständen wechselt. Dazu kommen rund hundert Mautaufsichtsorgane der ASFINAG, die vor Ort kassieren dürfen und bei Verweigerung die Weiterfahrt unterbinden können.

Vignette prüfen: die Vignettenevidenz

Österreich führt ein ungewöhnlich offenes Vignettenregister. In die Vignettenevidenz auf der ASFINAG-Seite geben Sie ein Kennzeichen samt Zulassungsland ein, und sie zeigt, was hinterlegt ist: Fahrzeugklasse, digitale Vignette oder Streckenmaut-Ticket und das exakte Gültigkeitsfenster. Jeder kann jedes Kennzeichen abfragen, und das macht drei Kontrollen trivial:

  • Nach dem Kauf prüfen Sie, ob das Kennzeichen exakt richtig eingetragen wurde, denn die Registrierung ist zeichengenau.
  • Vor der Fahrt im Mietwagen prüfen Sie am Kennzeichen, ob das Auto bereits eine gültige Vignette trägt, statt den Unterlagen zu vertrauen.
  • Bei der Klebevignette bleibt die Prüfung physisch: Kipphologramm mit Bundesadler, Jahreszahl im Hologramm, keine Kleberreste auf der Trägerfolie. Eine abgelöste und neu geklebte Vignette ist ungültig, so echt sie auch ist.

Die Schweizer Variante dieser Abfrage funktioniert nur, wenn der Käufer seine Vignette öffentlich einsehbar geschaltet hat. Die österreichische funktioniert für jede digitale Vignette, immer.

Transit-Fallen: Tirol sperrt die Ausfahrten

Eine österreichische Regel trifft den Durchreiseverkehr völlig unvorbereitet, und sie hat mit der Vignette nichts zu tun. An Sommerwochenenden, Feiertagen und Fenstertagen (in Deutschland: Brückentagen), von Anfang Mai bis Anfang November jeweils von 7 bis 19 Uhr, sperrt das Land Tirol ausgewählte Autobahnabfahrten und Landesstraßen für den Durchreiseverkehr, rund um Innsbruck, Kufstein, den Fernpass und Reutte. Ziel ist der Navi-Schleichverkehr: Wenn die A12 oder A13 staut und Ihr Navi eine schlaue Dorfroute anbietet, ist das Abfahren ein Verstoß, für den Geldstrafen drohen, es sei denn, Ihr tatsächliches Ziel liegt in der Zone. Polizei und Landesbedienstete schicken den Ausweichverkehr hunderttausendfach pro Saison zurück auf die Autobahn. Anwohner, Gäste mit Unterkunft vor Ort und Lieferverkehr sind ausgenommen.

Dazu kommt der Brenner-Realitätscheck: Die Luegbrücke südlich von Innsbruck läuft seit 2025 mit reduzierten Spuren, an den meisten Sommertagen zweispurig, außerhalb der Hauptreisetage zeitweise nur einspurig. Auf diesem Korridor ist Geduld auf der A13 nicht nur die legale Option, sondern meist auch die schnellere.

Weiterfahrt: die Vignetten Ihrer Route

Österreich ist selten die ganze Reise. Die Nachbarländer betreiben eigene Vignettensysteme, und keines davon erkennt das österreichische an. Die Vignetten dieser Nachbarn kaufen Sie direkt hier, jeweils auf Ihr Kennzeichen:

  • Tschechien für die Strecke von Wien nach Prag und die Route über die A3/E55
  • Slowakei für die Fahrt von Wien nach Bratislava und weiter nach Osten
  • Ungarn für die Fahrt von Wien nach Budapest und die Balkanroute
  • Slowenien für den Karawankenkorridor nach Ljubljana und an die Küste
  • Schweiz für die westlichen Alpenrouten

Das ganze Konzept ist neu für Sie? Unser Vignetten-Grundlagenartikel erklärt in zwei Minuten, wie diese Systeme zusammenpassen.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo kaufe ich die österreichische Vignette?

Bei der ASFINAG: im offiziellen Shop unter shop.asfinag.at, in der kostenlosen ASFINAG-App oder vor Ort an Mautstellen, Automaten, Tankstellen, in Trafiken und bei den Clubs ÖAMTC, ARBÖ und ADAC. Die ASFINAG warnt laufend vor Fake-Mautshops, die sie nachahmen. Am sichersten fahren Sie deshalb mit dem offiziellen Shop oder der App und mit Misstrauen gegenüber jeder anderen „offiziellen“ Behauptung.

Ist die digitale Vignette sofort gültig?

Vor Ort gekauft, ja. Online gekauft, können nur die 1-Tages- und die 10-Tages-Vignette sofort starten, weil bei ihnen die Wartefrist entfällt. Die 2-Monats- und die Jahresvignette gelten online erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf.

Was kostet die Tagesvignette in Österreich?

9,60 Euro für den Pkw und 3,80 Euro für das Motorrad im Jahr 2026, nur digital. Sie deckt einen Kalendertag bis 23:59 Uhr ab, keine 24 Stunden ab Kauf. Kaufen Sie sie also am Morgen der Fahrt, nicht am Vorabend.

Wie prüfe ich, ob für mein Kennzeichen eine Vignette registriert ist?

Über die öffentliche Vignettenevidenz der ASFINAG: Kennzeichen und Zulassungsland eingeben, und das Register zeigt die hinterlegte Vignette oder das Streckenmaut-Ticket mit den exakten Gültigkeitsdaten. Das funktioniert für jedes Kennzeichen und ist damit auch die schnellste Mietwagen-Kontrolle.

Brauchen Motorräder in Österreich eine Vignette?

Ja. Österreich gehört zu den Vignettenländern, die auch Motorräder zur Kasse bitten, zum ermäßigten Tarif von 42,70 Euro für die Jahresvignette 2026.

Braucht mein Anhänger oder Wohnwagen eine eigene Vignette?

Nein. Nur das Zugfahrzeug zählt, eine Summenregel gibt es nicht. Eine Pkw-Vignette deckt Auto samt Wohnwagen ab. In der Schweiz ist das anders: Dort braucht der Anhänger eine eigene Vignette.

Deckt die Vignette den Brenner oder die Tauernautobahn ab?

Die Zufahrten ja, die Sondermautstrecken nein. Brenner, Tauern, Karawanken, Gleinalm, Bosruck und Arlberg werden pro Durchfahrt zusätzlich zur Vignette bezahlt.

Kann ich ohne Vignette nach Salzburg fahren?

Ja, auf der A1 zwischen dem Grenzübergang Walserberg und der Abfahrt Salzburg Nord, die gesetzlich vignettenfrei ist. Fahren Sie über Salzburg Nord hinaus, brauchen Sie eine.

Was passiert, wenn ich ohne Vignette fahre?

Die automatischen Kameras melden das Kennzeichen, und die ASFINAG bietet die Ersatzmaut von 200 Euro an (100 Euro für Motorräder). Wer sie zahlt, erledigt die Sache damit vollständig. Wer nicht zahlt, riskiert ein Verwaltungsstrafverfahren mit 300 bis 3.000 Euro.

Gibt es in Österreich eine Umweltzone für Pkw?

Nein. Die Fahrverbote auf Basis der österreichischen Abgasklassen-Plakette gelten nur für Lkw, und die Plakette selbst ist freiwillig. Eine deutsche Umweltplakette brauchen Sie in Österreich nicht. Was ein Urlaubsauto treffen kann, ist der IG-L-Hunderter auf Teilen der A12 und A13, eine Tempo-Regel zur Luftreinhaltung, kein Zufahrtsverbot.

Darf mein Elektroauto in den IG-L-100-Zonen schneller fahren?

Mit ausländischem Kennzeichen nein. Die Ausnahme gilt nur für Fahrzeuge mit österreichischem Kennzeichen mit grüner Schrift, nur wo das Limit tatsächlich auf dem IG-L beruht und nur wo eine Zusatztafel die Ausnahme ausdrücklich anzeigt. Plug-in-Hybride sind generell ausgeschlossen. Ein deutsches E-Auto mit gewöhnlichem Kennzeichen muss sich an die 100 km/h halten.

Wird ein österreichisches Bußgeld in Deutschland vollstreckt?

Ja, und zwar früher als anderswo: Zwischen Österreich und Deutschland gilt seit 1988 ein Vollstreckungsvertrag, der Verkehrsstrafen bereits ab 25 Euro vollstreckbar macht, weit unter der EU-Schwelle. Auch eine offene Ersatzmaut-Forderung erreicht die deutsche Halteradresse per Zahlungsaufforderung.

Ist die Klebevignette 2026 noch gültig?

Ja, 2026 ist das letzte Vignettenjahr mit Kleber, im Volksmund „Pickerl“. Ab 2027 bleibt nur die digitale Vignette am Kennzeichen.

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