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Keine Vignette, keine Schranke: AutoPASS liest Ihr Kennzeichen

Maut in Norwegen: AutoPASS, Epass24 und die Rechnung danach

Norwegen hat keine Vignette, und an der Mautstelle können Sie auch nicht bezahlen: Jede Anlage ist schrankenlos und bargeldlos, eine Kamera liest Ihr Kennzeichen. Abgerechnet wird pro Durchfahrt über AutoPASS, das nationale Mautsystem, und bei einem deutschen Kennzeichen ohne Vertrag kommt die Rechnung Wochen später per Post von Epass24. Damit fallen alle Entscheidungen über die Kosten vor der Abfahrt oder nach dem Eintreffen der Rechnung. Hier steht, was AutoPASS mit Ihrem Kennzeichen macht, welche drei Zustände ein ausländisches Kennzeichen kennt und was auf der Rechnung landet.

Wie rechnet Norwegen ab?

Norwegen auf einen Blick

Pro Durchfahrt und automatisch: keine Schranke, kein Bargeld, keine Zahlung vor Ort.

  • Mautstellen ohne Schranke: Eine Kamera liest Ihr Kennzeichen
  • Ohne Vertrag: voller Satz plus Gebühr für die Registerabfrage
  • Mit AutoPASS-Vertrag und Transponder 20 % Rabatt in Tarifgruppe 1

Weiterfahrt geplant? Diese Vignetten gibt es hier

Zwei Dinge sollten Sie über Norwegen wissen, bevor Sie losfahren. Erstens gibt es keine Vignette und vor der Grenze nichts zu kaufen. Zweitens können Sie an der Mautstelle ebenfalls nicht zahlen. Jede norwegische Mautanlage ist ein offenes Portal über der Fahrbahn, ohne Schranke, ohne Kasse und ohne Kartenterminal. Sie fahren mit voller Geschwindigkeit darunter durch, und eine Kamera fotografiert Ihr Kennzeichen oder liest den Transponder an Ihrer Windschutzscheibe.

Daraus folgt die Regel, die diese ganze Seite trägt: Norwegen erkennt Ihr Fahrzeug und schickt die Rechnung hinterher. Über die Kosten entscheiden Sie also vor der Abfahrt oder nach dem Eintreffen der Rechnung, nie unterwegs.

Der zweite Punkt betrifft den Zuschnitt. Norwegen rechnet nicht über ein System ab, sondern über vier. Jedes rechnet getrennt, und jedes findet Sie auf einem eigenen Weg.

Das SystemWas es abrechnetWie es Sie findetIhr Hebel
Straßenmaut (AutoPASS)Durchfahrten durch die Mautringe der Städte und an einzelnen Mautstellen auf Straßen, Brücken und in TunnelnKennzeichen oder TransponderAutoPASS-Vertrag: 20 % Rabatt in Tarifgruppe 1
Fähren (AutoPASS for ferry)die Überfahrt selbst auf den staatlichen StraßenfährenTransponder oder Kennzeichen bei der AuffahrtVorauszahlungsvertrag: 50 % für Privatkunden
Spikereifengebührdie Nutzung von Spikereifen in bestimmten StädtenIhr Kennzeichen, in einer städtischen DatenbankTages-, Monats- oder Saisonticket
Registerabfragedass das System Sie noch nicht kenntdas Fahrzeugregister Ihres Zulassungslandesvorher registrieren, dann entfällt sie

Nichtstun ist in Norwegen die teuerste Variante

Über die letzte Zeile schreibt kaum jemand, dabei lässt sich dort am leichtesten sparen. Wer ohne Registrierung einreist, zahlt den vollen Satz ohne Rabatt und obendrauf eine Gebühr für die Abfrage im heimischen Fahrzeugregister. Zum 1. Mai 2025 reichte diese Gebühr laut AutoPASS von 5,10 Euro für ein deutsches Kennzeichen bis 14,00 Euro für ein österreichisches, je nach Zulassungsland.

Zehn Minuten Papierkram vor der Reise bringen die Gebühr auf null. Ein vorab bestellter Transponder nimmt in Tarifgruppe 1 zusätzlich 20 % von den Mautbeträgen selbst.

Ohne Schranke, ohne Bargeld, ohne HaltPkw: pro Durchfahrt, per Kennzeichen oder TransponderMit Vertrag 20 % günstigerDer Satz hängt am Antrieb

Alle Mautbeträge auf dieser Seite stehen in norwegischen Kronen (NOK), so wie die Betreiber und der Gesetzgeber sie veröffentlichen; nur die Gebühr für die Registerabfrage veröffentlicht AutoPASS in Euro. Norwegen gehört nicht zum Euroraum, und einen amtlichen Umrechnungskurs nennt keine dieser Quellen. Jeden Eurobetrag, den Sie anderswo lesen, hat also jemand selbst umgerechnet.

Wie AutoPASS Ihr Kennzeichen abrechnet

AutoPASS ist das nationale elektronische Mautsystem unter dem Dach von Statens vegvesen, der norwegischen Straßenverwaltung. Eingezogen wird das Geld nicht zentral, sondern von fünf regionalen Mautgesellschaften: Bompengeselskap Nord, Ferde, Fjellinjen, Vegamot und Vegfinans. Nur bei einer davon ist die Zuordnung amtlich belegt: Fjellinjen betreibt Oslo und Akershus.

Ein paar norwegische Wörter begleiten Sie dabei. Die Mautgebühren heißen bompenger, der Mautring einer Stadt bomring. Die einzelne Mautstelle ist die bomstasjon, der Transponder an der Scheibe die bombrikke.

Welchen Satz Sie zahlen, entscheidet eine zweiteilige Prüfung, und der zweite Teil ist interessanter, als er aussieht.

Tarifgruppe 1: der Pkw-Satz

Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3500 kg. Dazu kommen alle Fahrzeuge der Klasse M1, unabhängig vom Gewicht. M1 bedeutet Personenkraftwagen mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz.

Tarifgruppe 2: der schwere Satz

Fahrzeuge über 3500 kg, ausgenommen M1-Fahrzeuge mit gültigem Nutzungsvertrag und Transponder. Tarifgruppe 2 liegt ein Mehrfaches über Tarifgruppe 1.

Die 20 % gelten nicht überall

Ein gültiger Nutzungsvertrag samt Transponder bringt laut Betreiber 20 % Rabatt auf Mauttransaktionen in den meisten Mautanlagen, und zwar in Tarifgruppe 1. Das ist kein pauschaler Landesrabatt auf alles, woran Sie vorbeifahren.

Emissionsfreie Fahrzeuge werden getrennt rabattiert

Für Elektro- und Wasserstofffahrzeuge nennt AutoPASS einen Rabatt zwischen 30 und 100 %, festgelegt je Mautprojekt und nicht landesweit. Mancherorts zahlen sie nichts, in Oslo zahlen sie einen verringerten Satz.

Für ein schweres Wohnmobil entscheidet der Vertrag über den Tarif selbst

Lesen Sie die beiden Tarifgruppen zusammen, und eine stille Falle wird sichtbar. Ein Wohnmobil über 3500 kg, das als M1 zugelassen ist, bleibt im günstigen Pkw-Tarif, aber nur mit gültigem Nutzungsvertrag und Transponder. Ohne beides fällt es in Tarifgruppe 2 und zahlt bei jeder Durchfahrt den schweren Satz.

In Kroatien oder Dänemark bringt Papierkram höchstens einen Prozentsatz. In Norwegen entscheidet er für diese Fahrzeugklasse darüber, welcher Tarif überhaupt angewandt wird.

Zwei weitere Punkte zur Struktur. Für Fahrzeuge über 3500 kg, die auf eine Firma zugelassen sind oder gewerblich genutzt werden, ist der Transponder samt Vertrag Pflicht, ausländische Kennzeichen eingeschlossen. Privat gehaltene schwere Fahrzeuge erfasst diese Pflicht nicht.

Zudem sind die Sätze durchgehend nach Umwelteigenschaften gestaffelt. Benzin, Diesel und Strom zahlen am selben Portal verschiedene Beträge, automatisch aus dem Fahrzeugdatensatz übernommen. In den schweren Klassen übernimmt die EURO-Norm diese Rolle.

Ihr deutsches Kennzeichen kennt genau drei Zustände

Hier entscheidet sich, was Norwegen Sie kostet, und genau diesen Teil stellen Reiseratgeber am häufigsten falsch dar. Ein ausländisch zugelassener Pkw kommt in einem von exakt drei Zuständen nach Norwegen, und die drei kosten nicht gleich viel.

  1. 1. Nichts tun und am meisten zahlen

    Die Kameras lesen Ihr Kennzeichen, die Mautgesellschaft ermittelt den Halter über das Fahrzeugregister Ihres Zulassungslandes, und die Rechnung geht per Post an Ihre Halteradresse. Sie zahlen den vollen Satz ohne Rabatt, dazu die Gebühr für die Registerabfrage, die als eigene Position auf der Rechnung erscheint. Für ein deutsches Kennzeichen lag sie zum 1. Mai 2025 bei 5,10 Euro.

  2. 2. Ein Epass24-Konto anlegen und die Gebühr sparen

    Melden Sie Ihr Fahrzeug vorab online an, ganz ohne Transponder, dann weiß das System bereits, wer Sie sind. Die Abfragegebühr entfällt, Ihre Umweltklasse wird richtig zugeordnet, und Sie verfolgen die Durchfahrten selbst, statt auf eine Überraschung zu warten. Die 20 % bringt dieser Weg nicht, denn die hängen am Transpondervertrag.

  3. 3. AutoPASS-Vertrag mit Besuchertransponder und am wenigsten zahlen

    Das bringt 20 % Rabatt in Tarifgruppe 1 und in den meisten Mautanlagen, den richtigen Umweltsatz und den Zugang zum monatlichen Deckel. Der Haken ist der Zeitplan: Der Transponder kommt per Post und ist an der Grenze nicht erhältlich. Bestellen Sie ihn also vor der Abreise.

Einen vierten Weg gibt es nicht, und „das regle ich vor Ort“ zählt nicht dazu

Weil keine Schranke existiert, lässt sich bei der Ankunft nichts mehr regeln. An der Grenze wird nichts verkauft, in ganz Norwegen nimmt keine Mautstelle Bargeld, und der Besuchertransponder kommt mit der Post statt über einen Schalter. Wer die Grenze überquert, ohne vorher etwas veranlasst zu haben, hat Zustand eins gewählt, und zwar bereits vor dem ersten Mautportal.

Die Rechnungen an Fahrzeughalter außerhalb Norwegens stellen zwei autorisierte Dienstleister: Epass24, betrieben von Fremtind Service, und Euro Parking Collection. Beide handeln nicht auf eigene Rechnung als Inkassofirma, sondern als zugelassene Dienstleister der norwegischen Mautgesellschaften. Das ist gut zu wissen, wenn Monate nach dem Urlaub ein Brief einer unbekannten Firma im Kasten liegt.

Die Rechnung von Epass24: was darauf steht und wann sie kommt

Der häufigste Ärger mit der norwegischen Maut betrifft nicht die Höhe, sondern die Verzögerung, und das Verfahren erklärt sie. Die Beträge werden über einen Monat gesammelt und in der Regel im Folgemonat abgerechnet. Zudem melden die Mautgesellschaften einzelne Durchfahrten manchmal verspätet an den Rechnungsdienstleister, was den Brief weiter nach hinten schiebt. Eine Rechnung, die lange nach Ihrer Heimkehr eintrifft, ist also der Normalfall und kein Anzeichen für einen Fehler.

Auf der Rechnung finden Sie zwei verschiedene Dinge. Die Mautbeträge selbst richten sich nach Durchfahrt, Tarifgruppe und Antrieb. Daneben steht die Gebühr für die Registerabfrage als eigene Position. Sie deckt laut Betreiber ausschließlich die tatsächlichen Kosten der Abfrage. Verschwinden lassen Sie sie auf zwei Wegen, beide nur im Voraus: mit einem Epass24-Konto oder mit einem AutoPASS-Vertrag.

Beim Mietwagen kommt eine dritte Position hinzu

Fahren Sie ein gemietetes oder geleastes Fahrzeug und haben es nicht selbst registriert, geht die Rechnung an die Miet- oder Leasinggesellschaft. Die darf für die Bearbeitung und den Einzug des Betrags eine eigene Verwaltungsgebühr verlangen. Dieselbe Durchfahrt erreicht Sie dann dreifach: als Maut, als Abfragegebühr und als Verwaltungsgebühr des Vermieters. Wer das Fahrzeug vor der Reise selbst anmeldet, unterbricht diese Kette.

Wo Norwegen abrechnet: Mautringe, Einzelprojekte und Fähren

Norwegen kennt keine flächige Autobahnmaut. Bezahlt wird an drei Arten von Orten, und die Spikereifengebühr kommt als vierte Position hinzu, obwohl sie keine Maut ist.

Die Mautringe der Städte

Rund um mehrere norwegische Städte liegt ein Ring aus Mautstellen. Wer hinein oder hinaus fährt, zahlt pro Durchfahrt. Für Besucher ist das die häufigste Begegnung mit dem System, und in Oslo gelten dabei zwei Regeln, die den Betrag deutlich senken.

Einzelne Straßen, Brücken und Tunnel

Viele Bauwerke werden über ein eigenes Mautprojekt finanziert und tragen deshalb eine eigene Mautstelle, unabhängig von jedem Stadtring. Sätze und Rabatte legt die zuständige Mautgesellschaft fest, nicht der Staat.

Die staatlichen Straßenfähren

An der Westküste ist die Fähre keine Alternative zur Straße, sondern deren Fortsetzung, und oft führt kein Weg daran vorbei. Die Fähren rechnen über ein eigenes System mit eigenem Konto ab.

Die Spikereifengebühr

Mehrere Städte verlangen Geld für die Nutzung von Spikereifen im Stadtgebiet. Das ist keine Maut, und der AutoPASS-Transponder deckt sie nicht ab.

Der Mautring von Oslo: zwei Regeln senken die Rechnung

Für Oslo und Akershus ist Fjellinjen zuständig. Die folgenden Sätze gelten laut Betreiber seit dem 1. Januar 2026 und wurden am 8. August 2026 abgerufen, jeweils pro Durchfahrt und in norwegischen Kronen.

FahrzeugAußerhalb der HauptverkehrszeitHauptverkehrszeit
Benzin- oder Plug-in-Hybrid-Pkw bis 3500 kg3847
Diesel-Pkw bis 3500 kg4250
Elektro-Pkw bis 3500 kg2126
Elektro-Transporter (N1)00
über 3500 kg, EURO 5 und älter161223
über 3500 kg, EURO 6109162
über 3500 kg, emissionsfrei oder Gas00

Als Hauptverkehrszeit zählen 06:30 bis 09:00 Uhr und 15:00 bis 17:00 Uhr. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen wird der höhere Satz nicht angewandt, und im gesamten Juli ebenfalls nicht. Damit ist der norwegische Urlaubsmonat stillschweigend die günstigste Zeit für eine Fahrt durch Oslo.

Zwei Regeln senken danach die Summe, und der Unterschied zwischen ihnen ist der praktische Punkt.

Die Einstundenregel ist kostenlos und braucht keinen Transponder

Mehrere Durchfahrten innerhalb einer Stunde gelten im selben Ring als eine Durchfahrt. Der innere Ring und der Osloer Ring zählen dabei zusammen, die Stadtgrenze zählt gesondert. Seit dem 1. September 2023 ist dafür kein AutoPASS-Vertrag und kein Transponder nötig: Die Regel gilt für alle, ausländische Kennzeichen eingeschlossen. Ratgeber, die noch einen Transponder verlangen, sind veraltet.

Der Monatsdeckel ist nicht kostenlos, und darin liegt die Asymmetrie

Nach 60 bezahlten Überfahrten der Stadtgrenze oder 120 des Osloer Rings beziehungsweise des inneren Rings innerhalb eines Kalendermonats sind weitere Durchfahrten frei. Dieser Deckel setzt ein AutoPASS-Abonnement voraus. Ohne Vertrag zahlen Sie über die Grenze hinaus weiter.

Auch um weitere norwegische Städte liegen Mautringe, jeweils mit eigener Mautgesellschaft, eigenem Tarif und eigenem Monatsdeckel. Belastbare Beträge veröffentlicht jede Mautgesellschaft nur einzeln, und eine nationale Tabelle gibt es nicht. Die Werte auf Sammelseiten sind oft veraltet.

Wer ist von der norwegischen Maut befreit?

Anders als die meisten Mautländer veröffentlicht Norwegen eine echte Befreiungsliste, und ein Punkt darauf betrifft gewöhnliche Reisende unmittelbar.

Motorräder und Mopeds zahlen an automatischen Mautstellen nichts

Das ist eine echte Befreiung und keine günstigere Klasse, und sie greift automatisch, ohne Antrag. Der Unterschied zu Kroatien und Italien ist bemerkenswert: Dort zahlt ein Motorrad, nur weniger.

Radfahrer, Fußgänger und Mitfahrer zahlen nichts

Die Gebühr hängt am Fahrzeug. Mitfahrer zahlen deshalb in der Regel nichts.

Einsatzfahrzeuge im Dienst: befreit, aber nur auf Antrag

Erfasst sind uniformierte und zivile Einsatzfahrzeuge während des Dienstes.

Öffentlicher Linienverkehr: befreit auf Antrag

Mit einer Ausnahme für einige Projekte, die eine Fährverbindung ersetzen.

Fahrer mit Mobilitätseinschränkung, nur in den Stadtringen

Ein gültiger städtischer Parkausweis befreit von der Maut in den Mautringen um städtische Gebiete. Der Ausweis muss mindestens zwei Jahre gültig sein, und der Name darauf muss mit dem Nutzungsvertrag übereinstimmen.

Jede Befreiung auf Antrag setzt einen Transponder voraus

An dieser Bedingung scheitern Anträge. Wer eine der antragspflichtigen Befreiungen will, muss bereits einen Nutzungsvertrag mit einem Mautdienstleister und einen elektronischen Transponder haben. Die Befreiung läuft über diesen Vertrag. Nachträglich lässt sie sich deshalb nicht gegen eine Rechnung geltend machen, die eine Durchfahrt ohne Vertrag betrifft.

Beachten Sie, was nicht auf der Liste steht. Eine Befreiung für Touristen gibt es nicht, und an die Staatsangehörigkeit knüpft nichts an. Elektroautos sind nicht befreit: Sie werden rabattiert, um 30 bis 100 % je Mautprojekt, und in Oslo zahlen sie sichtbar mit.

Fähren rechnen getrennt ab, mit eigenem Konto

Die staatlichen Straßenfähren gehören praktisch zum Straßennetz, und auf den westlichen Fjordrouten kommt ein Auto nicht um sie herum. Norwegen behandelt sie als eigenes Abrechnungssystem mit eigenem Konto, eigener Transponderlogik und eigenen Rabatten. Ein AutoPASS-Vertrag für die Straße ist damit noch kein Fährvertrag.

So zahlen SieDas bekommen Sie
Vorauszahlungsvertrag, Betrag im Voraus eingezahlt und Fahrzeug mit dem Konto verknüpft50 % für Privatkunden, 40 % für Firmen, der größte Rabatt im norwegischen System
AutoPASS-zugelassener Transponder ohne Vorauszahlungsvertrag10 % Rabatt
FerryPay oder SoftPaykein Rabatt, aber keine Rechnung und keine Rechnungsgebühr
nichts von allemeine Rechnung per Post an den Halter, plus 35 Kronen Rechnungsgebühr

Jedes Fahrzeug braucht für den Vorauszahlungsvertrag seinen eigenen Transponder, registriert auf sein Kennzeichen. Die Stufe mit 50 % ist der stärkste Rabatt der gesamten norwegischen Straßenabgabe. Führt Ihre Route die Westküste hinauf, lohnt der Vertrag deshalb eine Prüfung.

Eine Frage, die der Betreiber selbst nicht beantwortet

Ob ein ausländisch zugelassenes Fahrzeug den Vorauszahlungsvertrag samt Rabatt überhaupt abschließen darf, steht auf den Seiten des Betreibers nicht. Zahlreiche Reiseseiten behaupten es, der Betreiber selbst sagt es nicht. Hängt Ihre Kalkulation daran, fragen Sie vor der Reise direkt bei AutoPASS ferje nach. Sicher ist nur eines: Ein Fahrzeug ohne Transponder und ohne Vertrag bekommt eine Rechnung mit 35 Kronen Gebühr.

Die Spikereifengebühr ist keine Maut

Das vierte System fällt Besuchern auf die Füße, weil es den anderen ähnelt und dennoch keine Maut ist. Mehrere norwegische Städte erheben eine Spikereifengebühr (piggdekkgebyr) für die Nutzung von Spikereifen im Stadtgebiet. Sie ist keine Straßenmaut, der AutoPASS-Transponder deckt sie nicht, und verwaltet wird sie von der Stadt statt von einer Mautgesellschaft.

In Oslo läuft die Saison vom 1. November 2026 bis zum 4. April 2027. Registriert wird die Gebühr elektronisch auf Ihr Kennzeichen, und zwar in einer Datenbank, die die Kontrollstellen einsehen. Einen Aufkleber für die Scheibe gibt es nicht. Gekauft wird sie über die App Bil i Oslo, über piggav.no oder bei der Stadtverwaltung Bymiljøetaten. Die folgenden Beträge stehen auf der Seite der Stadt Oslo, abgerufen am 12. August 2026, in Kronen.

FahrzeugTagMonatSaison
gewöhnliche Fahrzeuge354501.400
über 3,5 Tonnen709002.800

Wer ohne gültige Registrierung auf Spikes fährt, zahlt 750 Kronen. Immerhin erkennen sich die Städte gegenseitig an: Eine gültige Registrierung aus Stavanger, Bergen, Kristiansand oder Trondheim gilt auch in Oslo.

Eine Frage, auf die der Betreiber keine Antwort veröffentlicht

Ob ausländisch zugelassene Fahrzeuge die Gebühr schulden, sagt die englische Seite der Stadt Oslo nicht. Sie behandelt Ausnahmen und Fahrzeugklassen, zur Zulassung im Ausland schweigt sie, und eine Befreiung für ausländische Kennzeichen ist nirgends niedergelegt. Die Gebühr hängt an den Reifen und am Kennzeichen. Gehen Sie deshalb davon aus, dass sie für Sie gilt, und geben Sie die 35 Kronen aus, statt es auszuprobieren.

Hat Norwegen eine Vignette?

Nein, und weiter von einem Vignettenland entfernt ist in Europa kaum ein Staat. Eine Vignette ist ein im Voraus gekauftes Nutzungsrecht für einen Zeitraum. Norwegen rechnet pro Durchfahrt und im Nachhinein ab und verkauft vorher überhaupt nichts. Die beiden Modelle sind gegenläufig gebaut, und deshalb existiert kein norwegisches Produkt, nach dem Sie suchen müssten.

Praktisch heißt das: An der Grenze verlangt Norwegen nichts von Ihnen, danach ziemlich viel. Was Sie vorab regeln, ist deshalb keine Erlaubnis, sondern eine Identität. Eine Anmeldung bei Epass24 oder ein AutoPASS-Vertrag genügt, damit das System Sie schon kennt, bevor es Sie fotografiert.

Wie die Vignettenländer ringsum funktionieren, erklärt unser Vignetten-Grundlagenartikel in zwei Minuten.

Das Tempolimit von 80 ist die teuerste Annahme

Außerorts gelten 80 km/h, nicht 90, und mehr als 110 sind nirgends erlaubt

Norwegens allgemeine Grenzen stehen im Straßenverkehrsgesetz (vegtrafikkloven § 6): 50 km/h innerorts und 80 km/h außerorts, überall dort, wo nichts anderes ausgeschildert ist. Wer aus Deutschland, Schweden oder dem Baltikum kommt und auf einer gewöhnlichen Landstraße 90 annimmt, überschreitet die zulässige Höchstgeschwindigkeit von der ersten Minute an.

Das nationale System arbeitet mit 30, 40 und 50, dann 60, 70 und 80, dann 90, 100 und 110 als absoluter Obergrenze. Die 110 sind Autobahnen mit hohem Ausbaustandard und Beleuchtung vorbehalten. Schneller als 110 km/h dürfen Sie auf keiner norwegischen Straße fahren.

Teuer wird diese Annahme durch den Bußgeldkatalog, und dessen Sätze sind die höchsten in Europa.

Bußgelder und Kontrolle in Norwegen

Die Beträge stammen aus dem gesetzlichen Katalog für vereinfachte Bußgeldbescheide (forskrift om forenklet forelegg i vegtrafikksaker) und wurden mit Wirkung zum 15. Februar 2026 erhöht. Es sind die aktuellen Sätze, in Kronen.

Über dem LimitWo das Limit bis 60 km/h beträgtWo das Limit ab 70 km/h beträgt
5 km/h1.2501.250
10 km/h3.3503.350
15 km/h5.9505.350
20 km/h8.6507.450
25 km/h13.45010.100
30 km/hkein Katalogwert13.450
35 km/hkein Katalogwert16.050

Auf einer Autobahn mit einem Limit von 90 km/h oder mehr kosten 36 bis 40 km/h zu viel 16.700 Kronen, das obere Ende des vereinfachten Katalogs. Das Höchstmaß eines vereinfachten Bußgeldbescheids insgesamt liegt bei 29.100 Kronen. Darüber verlässt der Fall dieses Verfahren vollständig und geht vor Gericht, mit Entzug der Fahrerlaubnis und der Möglichkeit einer Freiheitsstrafe. Ein nicht gesicherter Mitfahrer unter 15 Jahren kostet für sich genommen 3.600 Kronen.

Achten Sie auf die Form dieser Tabelle, denn sie ist ungewöhnlich. Bei gleicher Überschreitung in km/h fällt das Bußgeld auf der langsamen Straße höher aus als auf der schnellen. 25 km/h zu viel in einer 50er-Zone kosten 13.450 Kronen, dieselben 25 km/h auf einer 90er-Strecke 10.100 Kronen.

Die Promillegrenze liegt bei 0,2, praktisch also bei null

Norwegens Grenze für Alkohol im Blut beträgt 0,2 Promille, eine der strengsten in Europa und niedrig genug, dass sie praktisch ein Alkoholverbot ist. Als Formalie wird sie an der Kontrollstelle nicht behandelt.

Winterreifen sind eine Bedingung, kein Datum

Eine Winterreifensaison kennt das norwegische Recht nicht. Die Pflicht lautet, dass das Fahrzeug ausreichende Bodenhaftung für die Verhältnisse haben muss, nötigenfalls durch Winterreifen. Die Pflicht folgt also dem Wetter und nicht dem Kalender, und sie greift im September so leicht wie im Januar.

Die Profiltiefe liegt höher, als Sie es gewohnt sind

Für Pkw bis 3500 kg gelten im Winter mindestens 3 mm, im Sommerzeitraum 1,6 mm. Ein Reifen, der in großen Teilen Europas das ganze Jahr zulässig ist, kann im norwegischen Winter unzulässig sein.

Spikereifen haben ihren eigenen Kalender, und der wandert

Verboten sind Spikes zwischen dem ersten Montag nach Ostermontag und dem 31. Oktober, es sei denn, die Verhältnisse verlangen sie. In Nordland, Troms und Finnmark ist dieser gesperrte Zeitraum kürzer, nämlich vom 1. Mai bis zum 15. Oktober. Weil der Beginn an Ostern hängt, fällt er nicht jedes Jahr auf dasselbe Datum.

Norwegen gehört zum EWR und nicht zur EU, und das wirkt in beide Richtungen

Die EU-Richtlinie über den grenzüberschreitenden Austausch bei Verkehrsverstößen erfasst Norwegen nicht. Ein Bußgeld ist von dort aus also schwerer zu verfolgen als aus einem EU-Mitgliedstaat. Lesen Sie daraus aber nicht, dass Ihnen nichts nach Hause folgt, denn das betrifft allein Bußgelder. Maut und Fährgebühren sind keine Bußgelder, sondern zivilrechtliche Forderungen. Autorisierte Dienstleister stellen sie routinemäßig ins Ausland, und dieser Weg funktioniert über Grenzen hinweg tadellos.

Kontrolliert wird zudem mit einem dichten Kameranetz, einschließlich Abschnittskontrollen (streknings-ATK), die Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit über eine Strecke messen statt an einem Punkt.

Weiterfahrt: wo auf Ihrer Route wieder etwas fällig wird

Zwischen Deutschland und Norwegen liegen Dänemark und Schweden, und beide verlangen von einem Pkw keine Vignette. Kostenlos ist die Anfahrt damit nicht: Auf der dänischen Route zahlen Sie an der Storebælt-Brücke und, wenn Sie über Kopenhagen fahren, an der Öresundbrücke, und in Stockholm oder Göteborg greift die schwedische City-Maut. Eine Vignette brauchen Sie erst weiter südlich, und dort greifen die Systeme hintereinander:

  • die Schweiz für die westlichen Alpenrouten, wo die Vignette ab dem ersten Autobahnmeter Pflicht ist
  • Tschechien und die Slowakei für die Fahrt Richtung Prag und Bratislava
  • Slowenien und Ungarn für die Weiterfahrt an die Adria oder auf den Balkan

Österreich liegt auf fast jeder Südroute dazwischen und verlangt seine eigene Vignette; verkauft wird sie von der ASFINAG. Welches Land was verlangt, zeigt die Übersicht aller E-Vignetten für Europa. Ein kamerabasiertes System, bei dem Sie im Unterschied zu Norwegen vorab zahlen dürfen, betreiben übrigens die Niederlande.

Häufige Fragen (FAQ)

Brauche ich für Norwegen eine Vignette?

Nein, und eine norwegische Vignette existiert nicht. Eine Vignette wird im Voraus für einen Zeitraum gekauft; Norwegen rechnet pro Durchfahrt im Nachhinein ab und verkauft vorher nichts. Was sich vor der Reise lohnt, ist keine Erlaubnis, sondern eine Anmeldung, damit das System Sie ohne Abfragegebühr zuordnen kann.

Wie zahle ich die norwegische Maut mit einem deutschen Kennzeichen?

Sie zahlen nicht im Moment der Durchfahrt, sondern werden abgerechnet. Dafür kommen drei Zustände in Frage. Nichts tun bringt eine Rechnung zum vollen Satz plus Gebühr für die Registerabfrage. Ein Epass24-Konto vorab spart diese Gebühr. Ein AutoPASS-Vertrag mit Besuchertransponder spart in Tarifgruppe 1 und in den meisten Mautanlagen zusätzlich 20 %, muss aber vor der Reise bestellt werden.

Was ist diese Rechnung von Epass24, und wann kommt sie?

Epass24 ist einer von zwei autorisierten Dienstleistern, die im Auftrag der norwegischen Mautgesellschaften Halter außerhalb Norwegens abrechnen. Der zweite heißt Euro Parking Collection. Kein Inkassobüro auf eigene Rechnung also. Die Durchfahrten werden über einen Monat gesammelt und in der Regel im Folgemonat abgerechnet. Weil einzelne Durchfahrten verspätet gemeldet werden, verschiebt sich der Brief oft weiter. Eine Rechnung lange nach der Heimkehr ist normal.

Was ist die Gebühr für die Registerabfrage, und wie vermeide ich sie?

Das ist eine Gebühr dafür, dass Norwegen Sie über das Fahrzeugregister Ihres Zulassungslandes ermitteln muss, wenn es Sie noch nicht kennt. Sie kommt zu den Mautbeträgen hinzu, deckt laut Betreiber nur die tatsächlichen Kosten der Abfrage und ist auf der Rechnung eigens ausgewiesen. Zum 1. Mai 2025 reichte sie von 5,10 Euro für ein deutsches bis 14,00 Euro für ein österreichisches Kennzeichen. Ein Epass24-Konto oder ein AutoPASS-Vertrag lässt sie vollständig entfallen.

Bekomme ich den AutoPASS-Transponder an der Grenze?

Nein. Der Besuchertransponder wird Ihnen zugeschickt, Sie müssen ihn also vor der Abreise bestellen. Es existiert kein Schalter, Kiosk oder Grenzpunkt zur Abholung, und weil die Mautstellen keine Schranken haben, lässt sich bei der Ankunft auch sonst nichts kaufen.

Was kostet der Mautring von Oslo?

Nach dem Tarif von Fjellinjen, gültig seit dem 1. Januar 2026, zahlt ein Benzin- oder Plug-in-Hybrid-Pkw bis 3500 kg 38 Kronen außerhalb der Hauptverkehrszeit und 47 Kronen darin, ein Diesel-Pkw 42 und 50 Kronen, ein Elektro-Pkw 21 und 26 Kronen. Hauptverkehrszeit sind 06:30 bis 09:00 Uhr und 15:00 bis 17:00 Uhr, allerdings nicht an Wochenenden, nicht an Feiertagen und im gesamten Juli überhaupt nicht.

Zahle ich zweimal, wenn ich den Osloer Ring innerhalb einer Stunde zweimal durchfahre?

Nein. Mehrere Durchfahrten innerhalb einer Stunde gelten im selben Ring als eine, wobei der innere Ring und der Osloer Ring zusammenzählen und die Stadtgrenze gesondert zählt. Seit dem 1. September 2023 braucht das keinen Vertrag und keinen Transponder, gilt also auch für ausländische Kennzeichen. Anders liegt es beim Monatsdeckel: 60 bezahlte Überfahrten der Stadtgrenze oder 120 der beiden Ringe machen weitere Durchfahrten im Kalendermonat frei, aber nur mit AutoPASS-Abonnement.

Zahlt mein Elektroauto in Norwegen Maut?

Ja, allerdings rabattiert. Emissionsfreie Fahrzeuge erhalten laut AutoPASS 30 bis 100 % Rabatt, festgelegt je Mautprojekt und nicht landesweit, weshalb es tatsächlich davon abhängt, wo Sie fahren. In Oslo zahlt ein Elektro-Pkw 21 Kronen außerhalb der Hauptverkehrszeit, ein Elektro-Transporter der Klasse N1 dort dagegen nichts.

Muss ich mit dem Motorrad Maut zahlen?

Nein. Motorräder und Mopeds sind an automatischen Mautstellen befreit, und zwar automatisch, ohne Antrag. Das ist eine echte Befreiung und keine günstigere Klasse, was ungewöhnlich ist: In Kroatien und Italien zahlt ein Motorrad ebenfalls, nur weniger.

Mein Wohnmobil wiegt über 3500 kg. Welchen Tarif zahle ich?

Das entscheidet der Papierkram. Tarifgruppe 1, der Pkw-Satz, erfasst Fahrzeuge bis 3500 kg und alle Fahrzeuge der Klasse M1 unabhängig vom Gewicht. Bei den schweren M1-Fahrzeugen gilt das aber nur mit gültigem Nutzungsvertrag und Transponder. Ohne beides fällt ein Wohnmobil über 3500 kg in Tarifgruppe 2 und zahlt bei jeder Durchfahrt den schweren Satz.

Was passiert bei einem Mietwagen?

Die Maut folgt dem Kennzeichen. Haben Sie das Fahrzeug nicht selbst registriert, geht die Rechnung an die Miet- oder Leasinggesellschaft. Die darf für Bearbeitung und Einzug eine eigene Verwaltungsgebühr verlangen. Aus einer Durchfahrt werden dann Maut, Abfragegebühr und Verwaltungsgebühr. Wer das Fahrzeug vor der Reise selbst anmeldet, verhindert das.

Wie rechnen die norwegischen Fähren ab, und bekomme ich den Rabatt?

Die Fähren sind ein eigenes System mit eigenem Konto. Ein Vorauszahlungsvertrag bringt 50 % für Privatkunden und 40 % für Firmen, ein zugelassener Transponder allein 10 %. FerryPay und SoftPay bringen keinen Rabatt, vermeiden aber Rechnung und Rechnungsgebühr. Ein Fahrzeug ohne all das bekommt eine Rechnung plus 35 Kronen Gebühr. Ob ein ausländisch zugelassenes Fahrzeug den Vorauszahlungsvertrag halten darf, sagt der Betreiber nicht. Fragen Sie deshalb direkt bei AutoPASS ferje nach, statt sich auf Reiseseiten zu verlassen, die es behaupten.

Betrifft mich die Spikereifengebühr in Oslo?

Wahrscheinlich ja, wenn Sie auf Spikes anreisen. Die Gebühr gilt für die Nutzung von Spikereifen in bestimmten Städten. Sie ist keine Maut, und der AutoPASS-Transponder deckt sie nicht. In Oslo läuft sie vom 1. November 2026 bis zum 4. April 2027 und kostet 35 Kronen am Tag, 450 Kronen im Monat oder 1.400 Kronen für die Saison, über 3,5 Tonnen das Doppelte. Ohne gültige Registrierung werden 750 Kronen fällig. Zur Zulassung im Ausland schweigt die Seite der Stadt Oslo, eine Befreiung für ausländische Kennzeichen ist aber nirgends niedergelegt.

Wie schnell darf ich in Norwegen fahren?

50 km/h innerorts und 80 km/h außerorts, wo nichts anderes ausgeschildert ist. Das Maximum im ganzen Land beträgt 110 km/h und gilt nur für Autobahnen mit hohem Ausbaustandard und Beleuchtung. Die 80 außerorts sind die teure Annahme, denn in großen Teilen Europas gelten auf der vergleichbaren Straße 90 oder 100. Das ist wörtlich zu nehmen: 25 km/h zu viel in einer 50er-Zone kosten 13.450 Kronen, das Höchstmaß eines vereinfachten Bußgeldbescheids liegt bei 29.100 Kronen.

Wird eine unbezahlte norwegische Maut in Deutschland eingefordert?

Ja, und verwechseln Sie das nicht mit Bußgeldern. Norwegen gehört zum EWR und nicht zur EU, weshalb der EU-Mechanismus zum grenzüberschreitenden Austausch bei Bußgeldern dort nicht greift. Maut und Fährgebühren sind keine Bußgelder, sondern zivilrechtliche Forderungen. Autorisierte Dienstleister stellen sie routinemäßig ins Ausland, und dieser Weg funktioniert über Grenzen hinweg zuverlässig.

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