Auf griechischen Autobahnen kaufen Sie keinen Zeitraum, sondern einzelne Durchfahrten. An jeder Mautstation steht eine Schranke, Sie zahlen einen festen Betrag und fahren weiter. Vor der Grenze gibt es nichts zu kaufen und an der Scheibe nichts anzubringen. Der Preis einer langen Fahrt ist deshalb die Summe der Stationen auf Ihrer Strecke.
Acht Konzessionäre teilen sich das Netz, und jeder setzt seinen eigenen Tarif: Nea Odos, Kentriki Odos, Aegean Motorway und Nea Egnatia Odos auf den großen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen, Olympia Odos und Moreas im Westen und auf dem Peloponnes, Nea Attiki Odos rund um Athen und GEFYRA an der Rio-Antirrio-Brücke. Ein nationaler Preis existiert also nicht, und ein Durchschnitt pro Kilometer hilft Ihnen nicht weiter. Deshalb rechnen wir die wichtigsten Strecken unten Station für Station vor.
Das System in einem Absatz
Jede Station hat eine Schranke. Fahren Sie auf eine Spur mit Kassierer, zahlen Sie bar oder mit Karte und fahren Sie weiter. Der Betrag hängt nicht an Ihren Kilometern, sondern an der Station und an Ihrer Fahrzeugklasse, und die Klasse hängt an der Fahrzeughöhe. Ein Einfahrtsticket gibt es nicht und eine Ausfahrtskontrolle auch nicht. Die elektronischen Spuren sind Transpondern vorbehalten, und ihre Nutzung ohne Gerät ist ausdrücklich verboten.
Wie die griechische Maut berechnet wird
Griechenland rechnet in Zonen ab, nicht nach gefahrener Entfernung. Jede Station gehört zu einer Zone, und für diese Zone steht der Betrag fest.
Den Rest erklären zwei Bauarten von Stationen. Eine frontale Station (metopikos) führt quer über die Hauptfahrbahn, und dort zahlen Sie je Fahrtrichtung den Preis für die gesamte Länge der Zone. Eine seitliche Station (pleurikos) steht an einer Auf- oder Abfahrt und rechnet nur den Teil der Zone ab, den Sie wirklich nutzen: bei der Abfahrt die Strecke vom Zonenbeginn bis dorthin, bei der Auffahrt die Strecke von dort bis zum Zonenende.
Deshalb zahlen Sie auf einer einzigen Autobahn mehrfach
Jede Zone kostet einmal. Wer von Athen nach Thessaloniki fährt, durchquert elf Zonen und hält deshalb an elf Schranken, obwohl er nur eine Autobahn benutzt. Innerhalb einer Zone zahlen Sie dagegen nicht zweimal: Haben Sie an der frontalen Station bezahlt, kostet eine seitliche Station derselben Zone auf derselben Fahrt nichts mehr.
Seitliche Stationen sind zudem deutlich günstiger. Bei Nea Odos reichen sie auf dem Weg nach Norden von 0,80 € in Oinofyta bis 3,65 € in Tragana, während die frontalen Stationen dort 3,90 € bis 4,55 € verlangen. Kurze Etappen auf einer griechischen Autobahn kosten also viel weniger, als eine Streckensumme vermuten lässt.
Die Erhöhung zum Jahresanfang 2026 war nicht einheitlich, anders als viele Ratgeber schreiben. Nea Odos und Kentriki Odos passten ihre Tarife nach dem Verbraucherpreisindex ihrer Konzessionsverträge an, Nea Attiki Odos legte fünf Cent auf, Aegean Motorway hob die Kategorie 2 um rund 24 % an. Die A2 wurde unter einer neuen Konzession auf einen neuen Kilometersatz gestellt, was von Ende zu Ende rund 24,5 % ausmacht. Wer einheitliche 3 % nennt, hat nicht nachgesehen.
Beim Datum sind die Betreiber unterschiedlich genau. Aegean Motorway, Olympia Odos, Moreas und GEFYRA nennen ausdrücklich den 1. Januar 2026, Aegean Motorway und GEFYRA zusätzlich die enthaltenen 24 % Mehrwertsteuer. Nea Odos und Kentriki Odos kündigten ihre Tarife am 28. November 2025 als jährliche Anpassung „für 2026“ an, ohne einen Tag und ohne einen Steuersatz zu nennen. Für diese beiden Konzessionen gibt es also kein veröffentlichtes Stichdatum.
Was eine Fahrt wirklich kostet
Alle Beträge unten gelten für die Kategorie 2, also die Pkw-Klasse, und stammen von den Seiten der Betreiber, abgerufen am 10. August 2026. Die Streckensummen sind unsere eigene Rechnung: Kein griechischer Betreiber veröffentlicht eine Summe für eine Route, und keiner bietet einen Mautrechner an.
Von Athen nach Thessaloniki auf der A1
Die A1 gehört nicht einer Gesellschaft. Drei Konzessionen liegen hintereinander, und die letzten rund 50 Kilometer in die Stadt gehören bereits einer vierten Autobahn. Elf frontale Stationen in der Reihenfolge der Fahrt nach Norden:
| Betreiber | Frontale Station | Pkw (Kat. 2), 2026 |
|---|---|---|
| Nea Odos | Afidnes | 3,90 € |
| Nea Odos | Thiva | 4,55 € |
| Nea Odos | Tragana | 4,55 € |
| Kentriki Odos | Agia Triada | 2,10 € |
| Kentriki Odos | Mavromantila | 2,25 € |
| Aegean Motorway | Pelasgia | 4,10 € |
| Aegean Motorway | Moschochori | 4,70 € |
| Aegean Motorway | Makrychori | 3,00 € |
| Aegean Motorway | Leptokarya | 3,80 € |
| Aegean Motorway | Kleidi | 2,60 € |
| Nea Egnatia Odos (A2) | Malgara | 1,15 € |
| Summe je Richtung | 36,70 € |
Moschochori ist die teuerste Station der Fahrt. Die Zeile, die den meisten Ratgebern fehlt, ist die letzte: Die Konzessionskette der A1 endet in Kleidi, rund 50 Kilometer vor Thessaloniki. Danach fahren Sie auf der A2 und passieren an der Axios-Brücke noch die Station Malgara. Wer in Kleidi aufhört zu zählen, landet bei 35,55 €, und genau dieser Wert steht in vielen Tabellen.
Von Athen nach Patras
Olympia Odos betreibt diese Strecke, und jede frontale Station wurde für 2026 um zehn Cent teurer.
| Frontale Station | Pkw (Kat. 2), 2026 |
|---|---|
| Elefsina | 2,50 € |
| Isthmos | 2,10 € |
| Kiato | 2,70 € |
| Eleonas | 3,80 € |
| Rio | 2,70 € |
| Summe je Richtung | 13,80 € |
Die Konzession reicht heute über Patras hinaus bis Pyrgos. Die Stationen Patra (3,60 €) und Pyrgos (2,10 €) liegen deshalb südlich der Stadt auf dem Abschnitt nach Pyrgos, und wer nach Patras fährt, passiert sie nie. Aus dieser Verwechslung stammen die Beträge bis 17,40 €, die für dieselbe Strecke kursieren. Rechnen Sie die beiden nur dazu, wenn Sie weiter nach Pyrgos fahren.
Von der türkischen Grenze nach Thessaloniki
Für Einreisende aus der Türkei beginnt die A2 (Egnatia Odos) direkt am Übergang Kipoi. Seit dem 30. Dezember 2025 betreibt sie eine private Konzession, und der Satz liegt bei 0,04 € je Kilometer plus 24 % Mehrwertsteuer, vorher waren es 0,03 €.
Sieben frontale Stationen liegen zwischen Kipoi und Thessaloniki: Ardanio 2,00 €, Mesti 2,75 €, Iasmos 2,25 €, Kavala 2,30 €, Moustheni 2,65 €, Asprovalta 1,40 € und Analipsi 2,90 €. Zusammen sind das 16,25 € für den Pkw, 11,30 € für ein Motorrad und 40,90 € für ein Fahrzeug über 2,70 m Höhe. Die Strecke ist etwa 310 bis 320 Kilometer lang.
Die gesamte Achse von Igoumenitsa nach Kipoi kostet 30,45 €, im Vorjahr waren es 24,45 €. Zwei Stationen brauchen Sie dabei nicht: Thessaloniki (Oreokastro, 0,65 €) und Malgara (1,15 €) liegen westlich und nordwestlich der Stadt. Wer aus Kipoi kommt und in Thessaloniki bleibt, passiert sie nicht.
Vertraglich ist auf dieser Achse ein Systemwechsel vorgesehen. Die Konzession verlangt auf fünf benannten Abschnitten eine entfernungsabhängige Abrechnung im freien Verkehrsfluss, und zwar binnen 24 Monaten nach Konzessionsbeginn, also etwa bis Ende Dezember 2027. Zwei dieser Abschnitte liegen auf dem Türkei-Korridor: von Makri zum Grenzposten Kipoi und die Umfahrung von Kavala. Ein Starttermin ist nicht entschieden, überall sonst bleibt es beim Zonensystem mit Schranken.
Die drei Sonderfälle: Brücke, Peloponnes und Athener Ring
Rio-Antirrio-Brücke
Die Brücke zwischen dem Peloponnes und dem Festland gehört GEFYRA und kostet für den Pkw 15,90 € je Überfahrt, gültig laut Betreiber ab dem 1. Januar 2026 und inklusive 24 % Mehrwertsteuer. 2025 waren es 15,40 €. Keine Autobahnmaut deckt sie ab. Daneben verkehrt eine Fähre, deren Tarife die Reederei selbst festlegt.
Moreas auf dem Peloponnes (A7)
Von Korinth nach Kalamata zahlen Sie 11,75 € an fünf frontalen Stationen: Spathovouni 2,95 €, Nestani 2,80 €, Gefyra Manari 2,30 €, Veligosti 1,45 € und Kalamata 2,25 €. Der Abschnitt nach Sparta kostet an der Station Petrina 3,45 €. Der Tarif gilt seit Mitternacht zum 1. Januar 2026.
Nea Attiki Odos in Athen
Der Ring mit der Flughafenanbindung rechnet anders als alles andere im Land: ein einziger Pauschalbetrag bei der Einfahrt, an allen 39 Stationen gleich hoch, unabhängig von der gefahrenen Entfernung. 2026 sind das 2,55 € für den Pkw und 1,25 € für das Motorrad. Ein Pkw mit Wohnwagen und ein Kleinbus unter 15 Sitzen zahlen ebenfalls 2,55 €, ein Lkw über 2,70 m mit zwei oder drei Achsen 6,30 €, mit vier und mehr Achsen 10,10 €.
Für den Tunnel zwischen Aktio und Preveza wird eine eigene Gebühr erhoben, getrennt von jeder Autobahn. Einen Tarif für 2026 veröffentlicht der Betreiber nicht in abrufbarer Form.
Die Fahrzeugklasse hängt an der Höhe, nicht am Gewicht
Hier verlieren die meisten Ratgeber den Faden. Griechische Betreiber sortieren nach Höhe, nicht nach Achszahl und nicht nach Gewicht, und sie ziehen die Grenze an verschiedenen Stellen. Eine Dachbox, ein hoher SUV, ein Kastenwagen oder ein kleines Wohnmobil kann auf einer Autobahn als Pkw gelten und eine Stunde später auf der nächsten nicht mehr.
| Betreiber | Pkw-Klasse | Wo die Grenze liegt |
|---|---|---|
| Nea Odos, Kentriki Odos, Aegean Motorway (A1, Ionia Odos, E65) | Kategorie 2, leichte Fahrzeuge | Höhe bis 2,20 m, mit oder ohne Anhänger |
| Olympia Odos (Athen bis Patras), Moreas (A7) | Kategorie 2 | Höhe bis 2,20 m, mit oder ohne Anhänger |
| Nea Egnatia Odos (A2) | Kategorie 2, leichte Fahrzeuge | Höhe bis 2,70 m |
| GEFYRA (Rio-Antirrio-Brücke) | Kategorie 2, private Pkw | unter 2,00 m, Anhänger oder Wohnwagen ebenfalls unter 2,00 m; insgesamt neun Klassen |
| Nea Attiki Odos (Athener Ring) | Kategorie 2, Pkw | 1,30 m über der ersten Achse; ein höheres leichtes Nutzfahrzeug unter 2,70 m zahlt dieselben 2,55 € |
Praktisch heißt das: Ein Fahrzeug zwischen 2,20 m und 2,70 m Höhe ist auf der A2 ein Pkw und auf der A1 ein Lkw. Auf der Fahrt von Kipoi nach Thessaloniki liegen dazwischen 16,25 € und 40,90 €.
An der Rio-Antirrio-Brücke wird bei 2,00 m gemessen, und ein Wohnwagen kostet dort 24,70 €
Die Brücke rechnet nicht wie die Autobahnen. GEFYRA führt neun Kategorien, und die Pkw-Klasse umfasst vierrädrige Fahrzeuge unter 2,00 m Höhe, wobei ein Anhänger oder Wohnwagen ebenfalls unter 2,00 m bleiben muss. Kategorie 3 ist der Pkw mit Anhänger oder Wohnwagen über 2,00 m, und das ist dieselbe Klasse wie ein zweiachsiger Lkw: 24,70 € statt 15,90 €.
Rechnen Sie diesen Sprung ein, denn auf der A1 dürfen Sie bis 2,20 m ziehen. Ein Gespann, das von Athen aus die ganze Zeit in der Pkw-Klasse gefahren ist, wechselt an der Brücke die Klasse. Am Spureingang steht außerdem eine Höhenbegrenzung, und bei Dachlast verlangt der Betreiber eine Spur mit Kassierer.
Zwei weitere Details entlasten und belasten Sie gleichzeitig. Auf der A1, der Ionia Odos und der E65 lautet die Klasse wörtlich „Fahrzeuge mit oder ohne Anhänger und einer Höhe bis 2,20 m“. Ein Wohnwagen hebt Sie dort also nicht in die nächste Klasse, solange Sie unter 2,20 m bleiben.
Eine Dachbox tut das dagegen, und die Betreiber sagen es selbst. Aegean Motorway weist Fahrer, deren Ladung die Fahrzeughöhe verändert, ausdrücklich auf die Spur mit Kassierer, damit die richtige Kategorie berechnet wird. Olympia Odos formuliert die Folge deutlicher: Wer ohne Höhenschild durch eine elektronische Spur fährt, dem wird nachträglich der Tarif der höheren Kategorie berechnet.
So bezahlen Sie an der Mautstation
Auf der Hauptfahrbahn wählen Sie eine Spur mit Kassierer
Die großen frontalen Hauptstationen haben besetzte Spuren, mit belegten Ausnahmen: Auf dem Abschnitt von Patras nach Pyrgos gibt es an keiner Station einen Kassierer. Meiden Sie die Spuren für die elektronische Abrechnung und ordnen Sie sich früh ein, denn die Spurwahl lässt sich unter der Überdachung nicht mehr korrigieren.
Zahlen Sie bar oder mit Karte, aber lesen Sie das Spurschild
Bankkarten sind auf den großen Konzessionen üblich. Nea Attiki Odos nimmt allerdings Diners und American Express nicht an. Kontaktloses Zahlen dokumentiert nur Olympia Odos, und zwar mit 92 Terminals an allen Automatenspuren seiner frontalen und seitlichen Stationen; die Automaten geben auch Wechselgeld. Kein anderer Betreiber äußert sich dazu, nehmen Sie es dort also nicht als gegeben an. An der Rio-Antirrio-Brücke sind die Spuren zudem eigen beschildert: Manche besetzte Spur nimmt nur Bargeld, andere Bargeld oder Karte. Prüfen Sie das Symbol über der Spur.
An einer Auf- oder Abfahrt erwartet Sie ein Automat, kein Mensch
Das überrascht viele, und es ist keine Eigenheit eines einzelnen Betreibers. Aegean Motorway veröffentlicht die Zahlungsarten Station für Station, und alle zehn seitlichen Stationen haben überhaupt keine Kasse: nur eine Transponderspur und einen Automaten für Bargeld oder Karte. Olympia Odos sagt dasselbe in einem Satz: An den seitlichen Stationen und an allen Stationen des Abschnitts von Patras nach Pyrgos gibt es keinen Kassierer. Nea Odos und Kentriki Odos veröffentlichen nur eine netzweite Liste ihrer Zahlungsarten, für ihre seitlichen Stationen ist die Lage also unbekannt.
Nehmen Sie Bargeld mit, besonders auf dem Peloponnes
Für Moreas nennt der Betreiber auf keiner Seite eine Zahlungsart: weder Bargeld noch Karten, Terminals oder Kassierer. Verlassen Sie sich auf der A7 also nicht auf die Karte, sondern führen Sie einige Euro in Scheinen und Münzen mit.
Meiden Sie die elektronischen Spuren
Sie sind Transpondern vorbehalten, und die Nutzung ohne gültiges Gerät ist ausdrücklich verboten. Auf der A2 nennt der Betreiber dort höchstens 20 km/h und einen Abstand von mindestens 10 m zum Fahrzeug davor, denn die Spuren sind mit Schranken versehen und nicht im freien Verkehrsfluss. Eine Durchfahrt in der falschen Kategorie wird nachträglich zum richtigen Tarif berechnet, zuzüglich der Verwaltungskosten des Betreibers.
Ohne Belegausgabe müssen Sie nicht zahlen
Diesen Satz druckt Moreas auf seine eigene Tarifseite: Der Verbraucher ist nicht zur Zahlung verpflichtet, wenn er den gesetzlich vorgeschriebenen Beleg nicht erhält. Nehmen Sie den Beleg an der Kasse also mit, statt ihn liegen zu lassen.
Der Maut-Transponder: landesweit gültig, aber der Rabatt reist nicht mit
Seit der Nacht vom 3. auf den 4. November 2020 arbeitet ein griechischer Transponder in den elektronischen Spuren jeder griechischen Autobahn, über den nationalen Dienst GRITS. Für die Zeit davor widersprechen sich die Angaben der Betreiber.
Das ist der Punkt, den fast jeder Ratgeber falsch darstellt. Die verbindlichen GRITS-Bedingungen sagen in Artikel 6, dass die Rabatte eines Ausgebers nur auf dessen eigener Autobahn gelten und auf den anderen Autobahnen ausdrücklich nicht anwendbar sind. Auch das Aufladen ist getrennt: Sie laden nur im Netz Ihres Ausgebers, und neues Guthaben ist erst nach mindestens einer Stunde nutzbar, über Bank oder Partner erst nach einem Werktag.
Sie zählen je Kalendermonat und je einzelne Mautstation. Bei Olympia Odos bringt die Kategorie 2 für die ersten fünf Durchfahrten 0 %, ab der sechsten 15 %, ab der elften 30 % und erst über vierzig Durchfahrten 60 %. Die Rio-Antirrio-Brücke nutzt eine eigene Staffel, Nea Attiki Odos veröffentlicht für Pkw gar keinen Rabatt. Einen einheitlichen Prozentwert für Griechenland gibt es nicht.
Nea Egnatia Odos hat zum 1. Januar 2026 jedes Abonnementprogramm des EgnatiaPass beendet. Das Gerät bleibt kostenlos und landesweit gültig, spart auf der A2 aber nur noch Wartezeit an der Schranke und kein Geld.
Das ist die einzige entfernungsabhängige Pkw-Maut Griechenlands: Sie zahlen den Stationspreis, und die Differenz für die wirklich gefahrenen Kilometer kommt binnen Minuten automatisch zurück. Der Dienst läuft seit Januar 2021, gilt ohne Mindestnutzung und ausschließlich auf dieser Autobahn. Motorräder sind ausgenommen.
Artikel 1 der GRITS-Bedingungen nimmt Zweiräder von der landesweiten Gültigkeit aus, und Nea Egnatia Odos verbietet Motorrädern die automatischen elektronischen Spuren aus Sicherheitsgründen. Nea Attiki Odos gibt Motorradfahrern stattdessen eine Kontokarte, die nur auf der eigenen Strecke funktioniert.
Es ist ein Produkt für Einheimische. Nea Attiki Odos verlangt einen Nachweis über die griechische Steuernummer und die Wohnadresse, dazu Ausweis oder Pass und die Zulassungsbescheinigung. Nea Odos verlangt eine Steuerbescheinigung oder eine eidesstattliche Erklärung. Dazu kommen ein Startguthaben von 10,00 € für den Pkw und die Pflicht, das Gerät zurückzugeben. An der besetzten Spur verlieren Sie dagegen nichts.
Der einzige Rabatt, den ein Besucher wirklich kaufen kann
Fast jeder griechische Nachlass verlangt ein Konto und eine griechische Steuernummer. Die Rio-Antirrio-Brücke ist die einzige Ausnahme. Ihre Aller-Retour-Karte ist anonym, braucht kein Abonnement, keine Steuernummer und kein Gerät, und sie wird direkt am Mautschalter verkauft. Sie kostet 2026 in der Kategorie 2 21,00 € und deckt Hin- und Rückfahrt ab, wenn Sie innerhalb von vier Stunden zurückfahren. Zwei einzelne Überfahrten kosten 31,80 €; bei einem Tagesausflug auf den Peloponnes sparen Sie damit 10,80 €. Fahren Sie später zurück, zahlen Sie die 10,80 € nach.
Eine Bedingung müssen Sie kennen: Die Karte muss bei der ersten Überfahrt gekauft werden, nicht auf dem Rückweg.
Wenn Sie an der Schranke nicht zahlen können
Weil jede Station eine Schranke hat, ist der übliche Fall nicht die Durchfahrt ohne Zahlung, sondern eine leere Geldbörse und eine Karte, die nicht funktioniert. Dann laufen zwei Verfahren getrennt nebeneinander.
Der Betreiber geht den zivilrechtlichen Weg. Er stellt ein Formular über die nicht gezahlte Maut aus, und Sie überweisen den Betrag später unter Angabe Ihres Kennzeichens. Nea Attiki Odos veröffentlicht dafür vier eigene Bankkonten, was zeigt, wie gewöhnlich der Vorgang ist.
Der Staat geht den verwaltungsrechtlichen Weg. Artikel 33 des neuen Straßenverkehrsgesetzes verbietet die Nutzung einer mautpflichtigen Autobahn, Schnellstraße, eines Tunnels oder einer Brücke ohne Zahlung der Maut. Halter und Fahrer haften gesamtschuldnerisch, und der Verstoß darf durch die Polizei oder durch technische Mittel festgestellt werden. Er fällt in die Kategorie E2-A, und die kostet 150 € Bußgeld, ohne Entzug des Führerscheins. Wer irgendwo 100 € oder 200 € liest, zitiert Artikel 29 des alten Gesetzes, das zum 13. September 2025 aufgehoben wurde.
Eine Frage lässt sich nicht beantworten, und wir behaupten dazu in keine Richtung etwas: Ob griechische Konzessionäre ausländische Kennzeichen im Ausland verfolgen, veröffentlicht kein Betreiber.
Wer ist von der griechischen Maut befreit?
Eine Befreiungsliste für Pkw veröffentlicht kein griechischer Betreiber. Deshalb hier die ehrliche Fassung:
- Motorräder sind nicht befreit, zahlen aber die günstigere Kategorie 1: von Kipoi nach Thessaloniki 11,30 € statt 16,25 €, an der Rio-Antirrio-Brücke 2,50 € statt 15,90 €. Dafür dürfen sie die elektronischen Spuren gar nicht nutzen.
- An der Rio-Antirrio-Brücke gibt es zwei ermäßigte Karten: Inhaber eines Behindertenausweises zahlen in der Kategorie 2 5,00 €, und dieselben 5,00 € gelten für die Gesundheitskarte des Betreibers.
- Elektroautos zahlen nur auf der Brücke weniger. Dort gilt mit dem Green E-pass ein fester Betrag von 12,00 € je Überfahrt, allerdings nur mit einem Transponderkonto beim Brückenbetreiber. Auf den Autobahnen ist für Elektroautos keine Ermäßigung veröffentlicht.
- Für ausländische Kennzeichen ist bei der Maut keine Befreiung veröffentlicht. Gehen Sie also von keiner aus.
- Die Rabatte der Betreiber sind kein Erlass, sondern ein Nachlass auf denselben Tarif, und sie gelten nur auf dem Netz des Ausgebers.
Eine eigene Befreiungsliste hat dagegen die Athener Zufahrtsregel, und dort stehen ausländische Kennzeichen ausdrücklich drin.
Der Daktylios in Athen: Ihr Kennzeichen entscheidet
Athen hat keine Umweltzone, keine Innenstadtmaut und keine Plakette. Nichts davon existiert irgendwo in Griechenland. Was Athen hat, ist der Daktylios (daktylios), eine Zufahrtsregel nach der letzten Ziffer des Kennzeichens. Sie ist heimtückisch, weil sie ein völlig legales, korrekt geparktes Auto am falschen Kalendertag zum Verstoß macht.
Derzeit ausgesetzt, und die Rückkehr hat kein festes Datum
Die Saison 2025/26 lief nach einer Ministerialentscheidung vom 17. Oktober 2025, in Kraft ab dem 20. Oktober 2025, bis zum Ende des Freitags, 24. Juli 2026, und seither gilt die Regel nicht. Eine automatische Wiederaufnahme gibt es nicht: Jede Saison wird durch eine neue Entscheidung eröffnet, und die letzte erschien erst drei Tage vor ihrem Inkrafttreten im Amtsblatt. Die vorigen Starts lagen am 20. Oktober 2025 und am 14. Oktober 2024. Mitte Oktober ist damit die Erwartung und keine Zusage. Prüfen Sie den Stand kurz vor einer Herbstreise.
So funktioniert die Regel
Innerhalb des kleinen Rings dürfen private Pkw und private leichte Nutzfahrzeuge mit einer Gesamtmasse bis 2200 kg nur einfahren, wenn die letzte Ziffer des Kennzeichens zum Datum passt: gerade Ziffern (0, 2, 4, 6, 8) an geraden Kalendertagen, ungerade an ungeraden. Die Zeiten sind Montag bis Donnerstag 07:00 bis 20:00 Uhr und Freitag 07:00 bis 15:00 Uhr. Samstags, sonntags, an amtlichen Feiertagen und an Streiktagen des öffentlichen Verkehrs gilt sie nicht, ebenso nicht auf den Randstraßen selbst, sondern nur innerhalb.
Ausländische Kennzeichen und Mietwagen
Die Entscheidung nimmt Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen von Auslandsgriechen und von Besuchern des Landes für die ersten vierzig (40) Tage ihres Aufenthalts in Griechenland aus. Von Besuchern gemietete Fahrzeuge sind für denselben Zeitraum ausgenommen. Derselbe Absatz nennt eine Kopie des Mietvertrags im Fahrzeug; dass die Befreiung ohne diese Kopie entfällt, sagt der Text nicht. Nehmen Sie die Papiere vom Schalter trotzdem mit. Welches Dokument die 40 Tage am Straßenrand belegt, legt die Entscheidung nicht fest.
Auf einer normalen Urlaubsreise stehen Sie damit außerhalb der Regel. Bleiben Sie länger als 40 Tage mit ausländischem Kennzeichen im Land, gilt die Regel für Sie wie für jeden anderen. Der Verstoß gegen eine Zufahrtsbeschränkung fällt in dieselbe Kategorie E2-A wie die nicht gezahlte Maut: 150 €, ohne Führerscheinentzug. Ältere griechische Quellen nennen 100 €, das stammt aus dem aufgehobenen Gesetz.
Die Befreiungen für saubere Fahrzeuge stehen ebenfalls in der Entscheidung: ab Werk rein elektrische, hybridelektrische, erdgas- und autogasbetriebene Fahrzeuge, dazu Euro-6-Pkw unter 120 g/km CO2 nach NEFZ mit Zulassung bis zum 31. Dezember 2020 oder unter 145 g/km nach WLTP mit Zulassung ab dem 1. Januar 2021. Automatisch wirken sie nicht: Nötig ist ein digitales Kennzeichen von daktylios.gov.gr, ausgestellt auf das Kennzeichen und die griechische Steuernummer des Halters. Für einen Besucher ist das nicht erreichbar und auch nicht nötig, denn für ihn zählen die 40 Tage.
Tempolimits und Bußgelder: was seit 2026 gilt
Griechenland hat sein Straßenverkehrsgesetz neu geschrieben. Das Gesetz 5209/2025 stand am 13. Juni 2025 im Amtsblatt, der größte Teil gilt seit dem 13. September 2025, und die neue Innerortsgrenze seit dem 1. Januar 2026. Genau hier liegt der größte Abstand zwischen dem, was deutschsprachige Ratgeber über Griechenland schreiben, und dem, was heute gilt.
Innerorts gelten 30 km/h, nicht 50
Artikel 24 setzt die zulässige Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften auf 30 km/h. Die 50 überleben in genau drei Fällen: auf Einbahnstraßen mit mindestens zwei durch Markierung getrennten Fahrstreifen, auf Straßen mit Gegenverkehr und mindestens zwei markierten Fahrstreifen je Richtung, und auf Straßen mit Gegenverkehr und einer Mittelinsel. Alles andere ist eine 30er-Zone, auch die gewöhnliche einspurige Wohnstraße, solange kein Schild etwas anderes anordnet.
Außerhalb geschlossener Ortschaften stehen die Werte in einer Tabelle des Gesetzes:
| Fahrzeug | Autobahn | Schnellstraße | Übrige Straßen |
|---|---|---|---|
| Pkw | 130 | 110 | 90 |
| Pkw mit leichtem Anhänger | 100 | 90 | 80 |
| Pkw mit Anhänger | 90 | 80 | 80 |
| Bus | 100 | 90 | 80 |
| Gelenkbus | 70 | 70 | 70 |
| Schulbus | 80 | 80 | 60 |
Die Zeilen zum Anhänger sind die wertvollsten der Tabelle. Wer einen Wohnwagen zum griechischen Campingplatz zieht, darf auf der Autobahn 90 km/h fahren, also 40 km/h weniger als solo und genauso viel wie auf der Landstraße. In deutschsprachigen Griechenland-Ratgebern steht das praktisch nie.
Das neue Gesetz sortiert jeden Verstoß in eine Kategorie, und die Kategorie legt die Folge fest. E1-A kostet 30 €, E2-A 150 €, E2-B 150 € und 20 Tage ohne Führerschein, E3-A 350 €, E3-B 350 € und 30 Tage ohne Führerschein und ohne Fahrzeugpapiere.
Für die Geschwindigkeit ergibt das eine Staffel: bis 20 km/h zu viel 150 €, über 20 bis 30 km/h 150 € und 20 Tage, über 30 bis 50 km/h 350 € und 30 Tage, über 50 km/h zu viel 700 € und 60 Tage an Ort und Stelle, über 200 km/h 2.000 € und ein Jahr. Unabhängig vom Schild greifen absolute Obergrenzen: über 150 km/h auf der Autobahn, über 130 km/h auf der Schnellstraße und über 120 km/h auf jeder anderen Straße kosten 350 € und 30 Tage. Wiederholung wirkt durch Ersetzung, und dafür führt das Gesetz zwei Listen. Wer einen Verstoß der Liste A innerhalb von fünf Jahren erneut begeht, zahlt pauschal 1.000 € und ist 180 Tage ohne Führerschein. Bei der Liste B sind es 2.000 € und vier Jahre, bei Rennen oder über 200 km/h 4.000 € und zwei Jahre.
Beim Alkohol gilt jetzt eine einzige Grenze für alle
Artikel 46 nennt 0,5 Promille im Blut oder 0,25 mg/l in der Atemluft, und diese Grenze gilt für jeden. Die früheren 0,2 Promille für Fahranfänger, Berufsfahrer und Motorradfahrer sind mit dem alten Gesetz weggefallen.
Zwischen 0,5 und 0,8 Promille werden 350 € und 30 Tage ohne Führerschein und ohne Fahrzeugpapiere fällig, über 0,8 bis 1,1 Promille 700 € und 90 Tage an Ort und Stelle, über 1,1 Promille mindestens zwei Monate Freiheitsstrafe, 1.200 € und 180 Tage, wobei der Führerschein erst nach sechs Monaten und nach Zahlungsnachweis zurückkommt. In allen drei Stufen wird das Fahrzeug zwingend stillgelegt und abgeschleppt, und die Kontrolle nimmt ein Team von mindestens zwei Beamten vor.
Eine gesetzliche Toleranz bei Blitzern gibt es nicht
Die häufig zitierten „etwa 10 km/h“ stehen in keinem Gesetz und standen dort nie. Das Gesetz verlangt etwas anderes: Artikel 107 macht die Überwachung mit technischen Mitteln von einer vorherigen öffentlichen Ankündigung abhängig. Nehmen Sie das Schild also wörtlich.
Eine allgemeine Winterreifenpflicht kennt Griechenland nicht. Ketten sind nötig, wenn die Fahrbahn wirklich mit Schnee oder Eis bedeckt ist, und ein blaues Rundschild mit Reifen und Kette schreibt sie auf einem Abschnitt zwingend vor. Praktisch betrifft das das Pindos-Gebirge bei Metsovo auf der A2, dazu Arachova und Kalavryta, nicht die Inseln.
Fähren: der Kostenblock, der die Maut übertrifft
Gehört eine Insel zu Ihrer Griechenlandreise, ist die Maut nicht Ihr größter Posten, und der Abstand ist beträchtlich. Eine einzige Überfahrt von Piräus nach Santorin kostet für einen Erwachsenen mit Auto 189,50 €: 59,00 € für die Person, 130,50 € für das Fahrzeug und 37,60 € Steuern und Gebühren. Das ist der Preis aus dem Buchungssystem von Blue Star Ferries für den 20. August 2026, abgerufen am 10. August 2026, und er entspricht rund dem Fünffachen der gesamten Maut von Athen nach Thessaloniki, für ein Schiff, eine Richtung, eine Person.
Das Fahrzeug ist ein eigener Fahrpreis und kostet meist mehr als die Person
Die Pkw-Klasse endet bei 4,20 bis 4,25 m Länge
Wohnmobile und Transporter zahlen je laufenden Meter, etwa 15,00 bis 16,00 €
Mit Fahrzeug stehen Sie eine Stunde vor dem Auslaufen am Hafen
Die Längenklasse ist die Falle für alles, was etwas größer ist als ein Kombi. Wählen Sie bei Blue Star Ferries „Car“, steht das Längenfeld fest auf 4,20 m und lässt sich nicht mehr ändern; alles darüber läuft als Nutzfahrzeug oder braucht einen Anhängerzuschlag. Kerkyra Lines schreibt die Stufen offen hin: Pkw bis 4,25 m, Pkw ab 4,25 m, dazu Camper und Van bis 7,00 m. Messen Sie vor der Buchung nach. Levante Ferries rechnet Wohnmobile und Lkw je laufenden Meter ab, mit 15,00 € von Kyllini nach Zakynthos und 16,00 € von Kyllini nach Poros sowie von Patras nach Sami.
Zur Einordnung, jeweils eine Richtung: Von Igoumenitsa nach Korfu zahlen Sie 10,00 € für die Person und 37,60 € für das Auto, von Kyllini nach Zakynthos 13,50 € und 38,40 €. Die kurzen ionischen Überfahrten sind günstig, die langen Kykladenrouten nicht.
Fahren Sie einen Mietwagen nicht einfach auf eine Fähre
Das ist der teuerste Fehler auf dieser Seite. Griechische Mietverträge behandeln eine Fährfahrt als eigene Erlaubnis. Autohellas Hertz Griechenland erlaubt sie nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung und nur, wenn der Mieter die Zusatzdeckung für die Schiffsbeförderung angenommen hat: 20,00 € je Tag, höchstens 60,00 € je Mietvertrag. Fehlt einer der beiden Schritte, haftet der Mieter für alle Schäden während der Überfahrt, und zwar unabhängig von jeder Haftungsbegrenzung, die er vorher gewählt und bezahlt hat. Avance Rent a Car veröffentlicht fast denselben Wortlaut zu denselben Beträgen, das ist also keine Eigenheit einer Firma. Regeln Sie es am Schalter, schriftlich, bevor Sie zum Hafen fahren.
Für Elektro- und Gasfahrzeuge gilt eine Füllstandsregel
Fahrzeuge mit alternativem Antrieb müssen bei der Buchung angegeben werden, und die Grenzen sind streng. Bei rein elektrischen Fahrzeugen und bei Plug-in-Hybriden darf der Ladestand der Batterie höchstens 40 % der Gesamtkapazität betragen, bei Autogas und Erdgas der Tank höchstens 50 %. Die Reedereien führen das auf ein Rundschreiben der griechischen Behörden zur Beförderung solcher Fahrzeuge auf Ro-Pax-Schiffen zurück. Planen Sie das ein, denn der Reflex vor einer langen Reise ist die volle Batterie.
Buchen Sie nach der Zahl der Abfahrten, nicht nach Faustregel
Kein griechischer Reeder veröffentlicht eine Regel nach dem Muster „X Wochen vorher buchen“, und jede solche Zahl im Netz ist erfunden. Aussagekräftig sind die Abfahrten pro Tag. Am selben Augusttag fuhren von Igoumenitsa nach Korfu 17 Fähren mit 70 bis 90 Minuten Fahrzeit, alle zum gleichen Einstiegspreis, von Piräus nach Santorin dagegen zwei Schiffe mit Fahrzeugdeck. Das erste ist ein Pendelverkehr, für das zweite buchen Sie vor.
Zwei Dinge zum Ablauf. Tickets werden an Bord nicht ausgestellt, das nennen die Reedereien ausdrücklich verboten, und eine Buchung ohne Ticketausstellung innerhalb ihrer Frist verfällt automatisch. Am Hafen lässt sich das also nicht mehr richten. Die Stunde Vorlauf ist zudem keine Bitte des Betreibers: Die Hafenbehörde von Piräus schreibt selbst, wer ein Fahrzeug mitbringt, müsse eine Stunde vor dem Auslaufen im Wartebereich stehen. Fahren Sie das Auto selbst an und von Bord, die Mitfahrer steigen vor dem Beladen aus.
Eine Sache im Buchungsformular dürfen Sie übergehen. Griechische Reedereien fragen nach einer U.I.N., einer Nummer aus dem Programm Metaforiko Isodynamo. Das Programm ist echt, gilt aber nur für Menschen mit ständigem Wohnsitz auf einer griechischen Insel und bezuschusst ausschließlich Personen, niemals ein privates Fahrzeug.
Hat Griechenland eine Vignette?
Nein, und eine E-Vignette gibt es auch nicht. Griechenland kassiert an Schranken. Wer Ihnen eine „Vignette für Griechenland“ verkauft, verkauft ein Produkt, das es nicht gibt. Mehrere Wiederverkäufer ranken trotzdem auf diesen Begriff und geben im Text selbst zu, dass es das Produkt nicht gibt. Damit ist die Klarstellung erledigt, und alles, was Sie wirklich zahlen, steht weiter oben.
Weiterfahrt: die Landroute nach Griechenland
Griechenland verlangt keine Vignette, aber der Landweg aus Deutschland führt durch mehrere Länder, die sehr wohl eine verlangen. Diese bekommen Sie direkt hier:
- Ungarn für die klassische Route über Budapest; danach folgt Serbien, das wie Griechenland an Mautstationen kassiert
- Rumänien und Bulgarien für die östliche Variante, wobei die bulgarische E-Vignette bis zum Übergang Kulata-Promachonas per Kamera geprüft wird
Österreich liegt auf fast jeder Südroute dazwischen und verlangt seine eigene Vignette; verkauft wird sie von der ASFINAG, über deren Shop, App und Verkaufsstellen. Keines dieser Produkte gilt in Griechenland, und Griechenland braucht keines davon.
Wer aus der Türkei einreist, hat es einfacher als gedacht. Es gibt genau zwei Landübergänge, beide in der Provinz Edirne: Der Übergang Ipsala-Kipoi nimmt Personen- und Güterverkehr, der Übergang Pazarkule-Kastanies nur Personenverkehr. Kipoi ist das östliche Ende der A2, Sie fahren also unmittelbar auf die Autobahn, und die erste frontale Station ist Ardanio (2,00 € für den Pkw). Auf der türkischen Seite läuft die Maut elektronisch über das Kennzeichen, was unsere Seite zur Maut in der Türkei erklärt. Für die türkische Strecke brauchen Sie außerdem eine Grüne Karte für die Türkei.
Der Seeweg umgeht den Balkan ganz: Superfast Ferries verbindet Ancona, Bari und Venedig mit Patras, Igoumenitsa, Korfu und Kefalonia. Bis zu den italienischen Häfen fahren Sie allerdings durch die Schweiz, Österreich oder Slowenien, und jedes dieser Länder verlangt eine Vignette.
Wie diese Systeme zusammenhängen, erklärt unser Vignetten-Grundlagenartikel in zwei Minuten, und die Übersicht aller E-Vignetten für Europa zeigt, welches Land was verlangt.
Häufige Fragen (FAQ)
Brauche ich für Griechenland eine Vignette?
Nein. Griechenland hat keine Vignette und keine E-Vignette, und niemand kann Ihnen eine verkaufen. Bezahlt wird an Mautstationen mit Schranke, Station für Station, bar oder mit Karte. Vor der Grenze müssen Sie nichts erledigen.
Was kostet die Maut von Athen nach Thessaloniki?
Mit dem Pkw rund 36,70 € je Richtung, verteilt auf elf frontale Stationen von Afidnes bis Malgara. Das ist unsere Summe auf den Tarifen der Betreiber, abgerufen am 10. August 2026. Wer in Kleidi aufhört zu zählen, kommt auf 35,55 €, übersieht dabei aber die letzte Station vor Thessaloniki. Von Athen nach Patras sind es 13,80 € an fünf Stationen von Olympia Odos, wobei die Stationen Patra und Pyrgos südlich der Stadt liegen und nur zur Weiterfahrt nach Pyrgos gehören.
Wie bezahle ich an einer griechischen Mautstation?
Bar oder mit Bankkarte auf einer Spur mit Kassierer. Nea Attiki Odos nimmt Diners und American Express nicht an, und kontaktloses Zahlen dokumentiert nur Olympia Odos. An seitlichen Stationen stehen häufig nur Automaten: Bei Aegean Motorway hat keine der zehn seitlichen Stationen eine Kasse, bei Olympia Odos keine seitliche Station und keine Station des Abschnitts von Patras nach Pyrgos.
Wie hoch darf mein Fahrzeug sein, damit es als Pkw zählt?
Das hängt von der Autobahn ab, und genau darin liegt die Falle. Auf der A1 und bei Olympia Odos endet die Pkw-Klasse bei 2,20 m, auf der A2 bei 2,70 m, an der Rio-Antirrio-Brücke bei 2,00 m, und Nea Attiki Odos misst 1,30 m über der ersten Achse. Ein hoher Transporter oder ein kleines Wohnmobil kann also auf einer Strecke Pkw sein und auf der nächsten Lkw. Von Kipoi nach Thessaloniki liegen dazwischen 16,25 € und 40,90 €.
Was kostet die Rio-Antirrio-Brücke mit Wohnwagen?
24,70 € statt 15,90 €, sobald der Wohnwagen oder das Zugfahrzeug höher als 2,00 m ist. Die Brücke führt neun Kategorien, und ein Gespann über dieser Grenze landet in derselben Klasse wie ein zweiachsiger Lkw. Auf der A1 dürfen Sie dagegen bis 2,20 m ziehen, ohne die Klasse zu wechseln.
Zählt meine Dachbox für die Fahrzeugklasse mit?
Ja, und die Betreiber sagen das selbst. Aegean Motorway weist Fahrer, deren Ladung die Fahrzeughöhe verändert, ausdrücklich auf die Spur mit Kassierer. Olympia Odos nennt die Folge: Wer ohne Höhenschild durch eine elektronische Spur fährt, dem wird nachträglich der Tarif der höheren Kategorie berechnet. Fahren Sie mit Dachlast also zur besetzten Kasse.
Lohnt sich für mich ein griechischer Maut-Transponder?
Nein, und Sie bekommen ihn praktisch auch nicht. Es ist ein Produkt für Einheimische: Die Betreiber verlangen einen Nachweis über die griechische Steuernummer und die Wohnadresse, dazu Ausweis und Zulassungsbescheinigung sowie ein Startguthaben von 10,00 € für den Pkw. Dazu kommt: Der Rabatt gilt nur auf dem Netz des Ausgebers, und er zählt je Kalendermonat und je Station. Bei Olympia Odos bringen die ersten fünf Durchfahrten 0 %.
Was passiert, wenn ich an der Schranke nicht zahlen kann?
Zwei Dinge, auf getrennten Wegen. Der Betreiber stellt ein Formular über die nicht gezahlte Maut aus, und Sie überweisen den Betrag später unter Angabe Ihres Kennzeichens; Nea Attiki Odos hält dafür vier eigene Bankkonten bereit. Davon getrennt verbietet Artikel 33 des Straßenverkehrsgesetzes die Nutzung ohne Zahlung: 150 € Bußgeld, Halter und Fahrer haften gesamtschuldnerisch, und Kameras genügen als Nachweis. Ältere Angaben von 100 € oder 200 € stammen aus dem Gesetz, das im September 2025 aufgehoben wurde.
Gilt der Daktylios in Athen für mein deutsches Kennzeichen?
Für die ersten 40 Tage Ihres Aufenthalts nimmt die Ministerialentscheidung ausländische Kennzeichen ausdrücklich aus, gemietete Fahrzeuge für denselben Zeitraum. Derselbe Absatz nennt eine Kopie des Mietvertrags im Fahrzeug, nehmen Sie die Papiere vom Schalter also mit. Zurzeit ist die Regel ohnehin ausgesetzt, nämlich seit dem 25. Juli 2026, und sie kehrt erst mit einer neuen Entscheidung zurück, erwartet um Mitte Oktober.
Brauche ich für Athen eine Umweltplakette?
Nein. In ganz Griechenland gibt es keine Umweltzone, keine Innenstadtmaut und keine Plakette. Die Athener Beschränkung ist der Daktylios, und der richtet sich nach der letzten Ziffer des Kennzeichens und dem Kalendertag, nicht nach Abgaswerten. Mindestens ein großer britischer Ratgeber beschreibt eine Athener Umweltzone, die es nicht gibt.
Wie schnell darf ich in Griechenland fahren?
Seit dem 1. Januar 2026 innerorts grundsätzlich 30 km/h. Die 50 gelten nur noch auf Einbahnstraßen mit mindestens zwei markierten Fahrstreifen, auf Straßen mit mindestens zwei markierten Fahrstreifen je Richtung und auf Straßen mit Mittelinsel. Außerorts fährt der Pkw 130 km/h auf der Autobahn, 110 auf der Schnellstraße und 90 auf übrigen Straßen. Ratgeber, die weiterhin 50 innerorts nennen, sind veraltet.
Wie schnell darf ich mit Wohnwagen fahren?
Deutlich langsamer als erwartet: 90 km/h auf der Autobahn und 80 km/h auf allen anderen Straßen, gegenüber 130 und 90 für denselben Pkw ohne Anhänger. Mit einem leichten Anhänger sind es 100 auf der Autobahn, 90 auf der Schnellstraße und 80 sonst. Diese Werte stehen in derselben Tabelle des Gesetzes wie die Pkw-Grenzen.
Wie hoch ist die Promillegrenze in Griechenland?
0,5 Promille im Blut oder 0,25 mg/l in der Atemluft, und diese eine Grenze gilt für jeden Fahrer. Die früheren 0,2 Promille für Fahranfänger, Berufsfahrer und Motorradfahrer entfielen mit dem alten Gesetz. Zwischen 0,5 und 0,8 Promille werden 350 € und 30 Tage ohne Führerschein fällig, über 0,8 bis 1,1 Promille 700 € und 90 Tage. In jeder Stufe wird das Fahrzeug zwingend stillgelegt und abgeschleppt.
Was kostet mein Auto auf einer griechischen Fähre?
Weit mehr als die Maut. Das Fahrzeug ist ein eigener Fahrpreis und kostet meist mehr als die Person: Von Piräus nach Santorin nennt der Betreiber in der Hochsaison 130,50 € für das Auto gegenüber 59,00 € für den Erwachsenen, mit Steuern zusammen 189,50 € je Richtung. Kurze ionische Überfahrten sind günstiger, etwa 37,60 € bis 38,40 € für das Auto. Wohnmobile und Transporter zahlen je laufenden Meter, rund 15,00 bis 16,00 €, und die Pkw-Klasse endet meist bei 4,20 bis 4,25 m Länge.
Darf ich einen Mietwagen auf eine griechische Fähre mitnehmen?
Meist ja, aber nie einfach so, und ein Fehler wird teuer. Autohellas Hertz Griechenland verlangt eine vorherige schriftliche Genehmigung und die Zusatzdeckung für die Schiffsbeförderung zu 20,00 € je Tag, höchstens 60,00 € je Mietvertrag. Ohne beides haftet der Mieter für alle Schäden während der Überfahrt, unabhängig von der Haftungsbegrenzung, die er vorher bezahlt hat. Avance Rent a Car veröffentlicht fast denselben Wortlaut. Klären Sie es am Schalter, schriftlich, vor der Fahrt zum Hafen.


